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Martin Hirsch wird neuer Direktor der Staatlichen Münzsammlung München

Der bisherige kommissarische Stellvertreter und Oberkonservator Dr. Martin Hirsch wurde zum 1. Juli 2023 neuer Leiter der Staatlichen Münzsammlung München. Das gab Kunstminister Markus Blume in München bekannt.

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Kunstminister Markus Blume (r.) mit dem neuen Leiter der Münzsammlung München, Dr. Martin Hirsch (l.).

Kunstminister Markus Blume (r.) mit dem neuen Leiter der Münzsammlung München, Dr. Martin Hirsch (l.).

Dr. Hirsch hatte sich in einem umfangreichen Bewerbungsverfahren mit hochkarätigem Bewerberumfeld aus dem In- und Ausland durchgesetzt. Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Dietrich Klose an, der das Haus über 13 Jahre erfolgreich geleitet hatte. „Ich freue mich sehr, mit Dr. Hirsch einen renommierten und national wie international vernetzten Experten der Numismatik sowie langjährigen Wegbegleiter der Staatlichen Münzsammlung München mit der Direktion des Hauses betrauen zu können. Mit seiner profunden Erfahrung in vielen verschiedenen Bereichen der Museumsarbeit ist Dr. Hirsch genau der Richtige, um die Herausforderungen, die der Wandel der klassischen Museumsarbeit im digitalen Zeitalter nach sich zieht, erfolgreich zu meistern. Ich bin gespannt, wie er und sein Team die Schatzkiste des Museums mit modernen Vermittlungsmethoden für Interessierte in Bayern, Deutschland und weltweit noch besser öffnen werden“, betont Kunstminister Markus Blume.
Dr. Martin Hirsch: „Ich freue mich sehr, der Staatlichen Münzsammlung, einer der ältesten und bedeutendsten Sammlungen Bayerns, in dieser neuen Aufgabe dienen zu dürfen. Sie ist ein Museum im Herzen Münchens, in dem man durch silberne und goldene Münzen in einer Stunde von der Antike in die Gegenwart und einmal um die ganze Welt wandern kann. Es ist unser gemeinsames Ziel, in der kommenden Zeit die Schausammlung zu erneuern, und sie innerhalb der Münchner Residenz als eine glänzende Perle sichtbarer zu machen. Darüber hinaus ist es mein großer Wunsch, die besondere Faszination, die von Münzen, Medaillen und Gemmen ausgeht, durch innovative Formen der Digitalisierung einer großen Öffentlichkeit anschaulich zu machen und sie so für unser Haus zu begeistern.“

Versierter Museumsexperte und langjähriger Wegbegleiter des Museums

Dr. Martin Hirsch hat Kunstgeschichte, Philosophie und Bayerische Kirchengeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München studiert und im Fach Kunstgeschichte promoviert. Zudem hat er am Institut für Kunstgeschichte den Promotionsstudiengang Museums- und Ausstellungswesen absolviert. Er ist bereits seit dem Jahr 2007 – zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter – an der Staatlichen Münzsammlung München beschäftigt. Im Jahr 2011 folgte seine Ernennung zum Konservator, 2016 zum stellvertretenden Direktor sowie im Jahr 2017 zum Oberkonservator. Im Februar 2021 übernahm er zudem die kommissarische Sammlungsleitung. Durch die langjährige Tätigkeit konnte er die dortige Museumsarbeit in allen Facetten kennenlernen. In dieser Zeit hat er u. a. zahlreiche Sonderausstellungen kuratiert sowie die Digitalisierung des Hauses vorangetrieben. Darüber hinaus ist er jahrelanges Mitglied in mehreren kunst- und kulturwissenschaftlichen Fachgremien, Mitherausgeber von Fachbüchern und -zeitschriften sowie Lehrbeauftragter am Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität.

Staatliche Münzsammlung München

Die Staatliche Münzsammlung geht auf Herzog Albrecht V. (1550-1579) zurück und ist damit die älteste verbürgte Sammlung ihrer Art in Bayern. Der Renaissancefürst gründete eine Kunstkammer, in der er neben Exotika und anderen wertvollen Objekten ein besonderes Augenmerk auf meist antike Münzen legte. Heute ist die Staatliche Münzsammlung München die zentrale numismatische Sammlung Bayerns. Sie befindet sich in der Münchner Residenz und beherbergt über 300.000 Münzen, Banknoten, Medaillen und geschnittene Steine von der Antike bis heute. Die Dauerausstellung wird durch spannende und wechselnde Sonderausstellungen ergänzt: Derzeit können Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung „1848 – Als Deutschland Demokratie träumte“ den Aufbruch unseres Landes in die Demokratie anhand von Münzen und Medaillen verfolgen. Die Münzsammlung ist zugleich Forschungsinstitut und unterhält die größte öffentliche numismatische Bibliothek in Deutschland.

In der nächsten Ausgaben lesen Sie in der MünzenWoche ein Interview mit Martin Hirsch über seine Pläne und die Herausforderungen, die auf ihn warten.

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