Startpreis: 3.500 €KOLONIEN. Deutsch-Ostafrika, 15 Rupien 1916 T.Auktion 106 "Münzen & Medaillen"3131
Startpreis: 2.000 €RÖMISCHE REPUBLIK. Julius Caesar (59-44 v. Chr.), AE Dupondius.Auktion 106 "Münzen & Medaillen"243
Startpreis: 17.500 €RÖMISCHES REICH.
Constantin der Große (307-337 n. Chr.),
AR Miliarense (335 n. Chr.), Thessalonica.
Auktion 106 "Münzen & Medaillen"706
Startpreis: 500 €BYZANTINISCHES REICH.
Romanos III. Argyrus (1028-1034),
AV histamenon nomisma, Konstantinopel.
Auktion 106 "Münzen & Medaillen"843
Startpreis: 18.500 €SCHWEIZ. 100 Franken 1925 B.Auktion 106 "Münzen & Medaillen"1391
Startpreis: 1.450 €POLEN. Sigismund III. (1587-1632),
Taler 1628 II, Bromberg.
Auktion 106 "Münzen & Medaillen"1302
Startpreis: 10.000 €HABSBURG. Ferdinand III. (1637-1657),
10 Dukaten o. J., Wien.
Auktion 106 "Münzen & Medaillen"1680
Startpreis: 20.000 €BAYERN. Maximilian I. (1598-1651),
5 Dukaten 1640. Stadtansicht München.
Auktion 106 "Münzen & Medaillen"1810
Startpreis: 4.200 €BRAUNSCHWEIG UND LÜNEBURG, LINIE LÜNEBURG-CELLE.
Christian Ludwig (1648-1665),
Löser zu 3 Reichstalern 1654, Clausthal.
Auktion 106 "Münzen & Medaillen"1930
Startpreis: 8.500 €BRAUNSCHWEIG UND LÜNEBURG.
Friedrich Wilhelm (1806-1815),
Harzgolddukat 1815 FR.
Auktion 106 "Münzen & Medaillen"2352
alle News

Prunk & Prägung – Neue Sonderausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien

Das Kunsthistorische Museum Wien widmet sich in der Ausstellung „Prunk & Prägung. Die Kaiser und ihre Hofkünstler“ der Medaille als bedeutender Kunstform. Die in der Schau vertretenen Künstler, wie Leone Leoni und Antonio Abondio, wirkten an den habsburgischen Höfen und Residenzen und waren in vielen Kunstgattungen beheimatet. Sie waren etwa als Architekten tätig, schufen aber auch Gemälde, Skulpturen oder Goldschmiedearbeiten.

Inhalt

Prunk & Prägung Ausstellungsansicht. © KHM-Museumsverband.

Prunk & Prägung Ausstellungsansicht. © KHM-Museumsverband.

Das entscheidende Kriterium für ihre Aufnahme in die Ausstellung aber war, dass sie darüber hinaus als Medailleure arbeiteten. Medaillen boten den Kaisern die Möglichkeit, verhältnismäßig kostengünstig und unmittelbar politische Botschaften und spezielle Anlässe, etwa Thronbesteigungen oder Hochzeiten, zu kommunizieren. Diese Eigenschaft verlieh dem Medium bis zum ersten Weltkrieg des vergangenen Jahrhunderts herausragende Bedeutung.

In der Ausstellung werden die kaiserlichen Höfe in Madrid, Prag und Wien sowie die Residenzen der Landesfürsten in Innsbruck und Graz berücksichtigt. Die in der Schau gezeigten Objekte wurden hauptsächlich für Mitglieder des Kaiserhauses angefertigt, womit höchste Qualität Programm war.

Leone Leoni (1509–1590). Kaiser Ferdinand I. um 1551. Silber (Guss). Durchmesser 76,2 mm. Kunsthistorisches Museum Wien, Münzkabinett. © KHM-Museumsverband.

Leone Leoni (1509–1590). Kaiser Ferdinand I. um 1551. Silber (Guss). Durchmesser 76,2 mm. Kunsthistorisches Museum Wien, Münzkabinett. © KHM-Museumsverband.

Leone Leoni (1509–1590). Büste Kaiser Karl V. um 1555. Bronze. H. 113 cm, B. 59 cm, T. 36 cm; 75 kg. Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer. © KHM-Museumsverband.

Leone Leoni (1509–1590). Büste Kaiser Karl V. um 1555. Bronze. H. 113 cm, B. 59 cm, T. 36 cm; 75 kg. Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer. © KHM-Museumsverband.

Die Medailleure der Herrscher

Die Eigenschaften, die einen Hofkünstler definieren, sind nicht exakt zu fassen. Sie lebten am Hof und arbeiteten in den Bereichen Malerei, Musik, Literatur oder Architektur. Ihre Tätigkeit wurde nicht als reines Handwerk betrachtet, sondern den artes liberales, den freien Künsten, gleichgestellt.

In der Ausstellung werden neben Medailleuren, die als Hofkünstler tätig waren, auch solche einbezogen, die nur im Umfeld des Hofes. Die Reihe der aufgenommenen Künstler setzt um 1500 ein und reicht bis zum Ende der Monarchie im Jahre 1918. Darunter sind etwa Leone Leoni, Antonio Abondio, Matthäus Donner, Anton Domanöck und Johann Bernhard Fischer von Erlach.

Antonio Abondio (1538–1591). Kaiser Maximilian II. um 1570/75. Gefärbtes Wachs, Perlen, Obsidian? Silber. Durchmesser 115 mm, Rahmen 128 mm. Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer. © KHM-Museumsverband.

Antonio Abondio (1538–1591). Kaiser Maximilian II. um 1570/75. Gefärbtes Wachs, Perlen, Obsidian? Silber. Durchmesser 115 mm, Rahmen 128 mm. Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer. © KHM-Museumsverband.

Antonio Abondio (1538–1591) Wahlspruchmedaille Kaiser Maximilians II. undatiert (vergeben ab 1568). Silber (Guss). Durchmesser 53,5 mm. Kunsthistorisches Museum Wien, Münzkabinett. © KHM-Museumsverband.

Antonio Abondio (1538–1591) Wahlspruchmedaille Kaiser Maximilians II. undatiert (vergeben ab 1568). Silber (Guss). Durchmesser 53,5 mm. Kunsthistorisches Museum Wien, Münzkabinett. © KHM-Museumsverband.

Große Kunst im Kleinformat

Das Ziel der Ausstellung ist, die Medaille als Kunstobjekt herauszustellen. Dabei sollen Medaillen, abseits ihrer historischen Aussage aufgrund ihrer künstlerischen Qualität in den Fokus gerückt werden. Prunk & Prägung zeigt, dass die Medaille den Vergleich mit anderen Kunstgattungen nicht zu scheuen braucht. Darüber hinaus wird der Weg aufgezeigt, den die Künstler vom Allroundgenie der Renaissance und des frühen Barock hin zum Spezialisten für einzelne Genres der späteren Monarchie nahmen.

Matthäus Donner (1704–1756). Gnadenmedaille Maria Theresias (Erste Größe) Münzstätte Wien, undatiert (vergeben ab 1743) Gold (Prägung). Höhe 68,3 mm, Breite 60,3 mm. Kunsthistorisches Museum Wien, Münzkabinett. © KHM-Museumsverband.

Matthäus Donner (1704–1756). Gnadenmedaille Maria Theresias (Erste Größe) Münzstätte Wien, undatiert (vergeben ab 1743) Gold (Prägung). Höhe 68,3 mm, Breite 60,3 mm. Kunsthistorisches Museum Wien, Münzkabinett. © KHM-Museumsverband.

Matthäus Donner (1704–1756). Maria Theresia als Juno Moneta. 1750. Buntmetall (Guss). Höhe 68 cm. Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer. © KHM-Museumsverband.

Matthäus Donner (1704–1756). Maria Theresia als Juno Moneta. 1750. Buntmetall (Guss). Höhe 68 cm. Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer. © KHM-Museumsverband.

Eine Ausstellung, zwei Schauplätze

Prunk & Prägung findet an zwei Schauplätzen im Kunsthistorischen Museum statt. In der Kunstkammer werden Hauptwerke der Medaille jeweils Kunstwerken von hohem Bekanntheitsgrad derselben Künstler gegenübergestellt. Hier ist unter anderem eine um 1555 von Leone Leoni geschaffene Büste Kaiser Karls V. aus der Kunstkammer ausgestellt, die eines der Hauptwerke der Ausstellung darstellt. Leone Leoni gehört zu den meist gefeierten und einflussreichsten italienischen Bildhauern des 16. Jahrhunderts. Seine für Karl V. gefertigten Skulpturen verhalfen ihm zu großen Ruhm. Für seine künstlerischen Leistungen wurde er vom Kaiser in den Ritterstand erhoben und zum Hofbildhauer ernannt.

Vorderseite Anton Scharff (1845–1903) / Rückseite Josef Tautenhayn der Ältere (1837–1911); ziseliert von Stefan Schwartz (1851–1924). Kaiser Franz Josef I. und Kaiserin Elisabeth, Widmung der Stadt Wien zur Silbernen Hochzeit. Wien, datiert 24. April 1879. Silber (wohl Guss, ziseliert, aus Hälften zusammengesetzt). Durchmesser 170 mm. Kunsthistorisches Museum Wien, Münzkabinett. © KHM-Museumsverband.

Vorderseite Anton Scharff (1845–1903) / Rückseite Josef Tautenhayn der Ältere (1837–1911); ziseliert von Stefan Schwartz (1851–1924). Kaiser Franz Josef I. und Kaiserin Elisabeth, Widmung der Stadt Wien zur Silbernen Hochzeit. Wien, datiert 24. April 1879. Silber (wohl Guss, ziseliert, aus Hälften zusammengesetzt). Durchmesser 170 mm. Kunsthistorisches Museum Wien, Münzkabinett. © KHM-Museumsverband.

Anton Scharff (1845–1903). Kaiser Franz Josef I., Modell (Teil) für eine Plakette auf den 400-jährigen Bestand der Niederösterreichischen. Statthalterei. Wien, ausgeführte Plakette datiert 1. Mai 1901. Rotes Wachs auf Schiefer. Höhe etwa 212 mm, Breite etwa 145 mm. Kunsthistorisches Museum Wien, Münzkabinett. © KHM-Museumsverband.

Anton Scharff (1845–1903). Kaiser Franz Josef I., Modell (Teil) für eine Plakette auf den 400-jährigen Bestand der Niederösterreichischen. Statthalterei. Wien, ausgeführte Plakette datiert 1. Mai 1901. Rotes Wachs auf Schiefer. Höhe etwa 212 mm, Breite etwa 145 mm. Kunsthistorisches Museum Wien, Münzkabinett. © KHM-Museumsverband.

Anton Matthias Domanöck (1713–1779) Frühstücksservice für Maria Theresia (Teil). Wien, um 1750. Gold, Ebenholz, Porzellan. Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer. © KHM-Museumsverband.

Anton Matthias Domanöck (1713–1779) Frühstücksservice für Maria Theresia (Teil). Wien, um 1750. Gold, Ebenholz, Porzellan. Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer. © KHM-Museumsverband.

Im Münzkabinett werden die einzelnen Hofkünstler näher vorgestellt und jeweils für deren Werk charakteristische Medaillen gezeigt. Zum ersten Mal wird in dieser Zusammenschau die Geschichte der Medaillenkunst ein halbes Jahrtausend nachverfolgt und ermöglicht den Besucher*innen, einen neuen, ungewohnten Blick auf altbekannte Werke zu werfen.

Bernhard Strigel (1460–1528). Maximilian I. um 1507/08. Öl auf Holz. Höhe 75,5 cm, Breite 49 cm. Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie. © KHM-Museumsverband.

Bernhard Strigel (1460–1528). Maximilian I. um 1507/08. Öl auf Holz. Höhe 75,5 cm, Breite 49 cm. Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie. © KHM-Museumsverband.

Arnold Hartig (1878–1972). Karl I. als Kaiser von Österreich und König von Ungarn und Zita als Kaiserin und Königin, Widmung der Stadt Wien zur Feier der Thronbesteigung. Wien, Hauptmünzamt, datiert 21. November 1916 (angefertigt und geprägt 1917/18). Blei, zwei einseitige Abschläge. Durchmesser 91 mm, 91,7 mm. Kunsthistorisches Museum Wien, Münzkabinett. © KHM-Museumsverband.

Arnold Hartig (1878–1972). Karl I. als Kaiser von Österreich und König von Ungarn und Zita als Kaiserin und Königin, Widmung der Stadt Wien zur Feier der Thronbesteigung. Wien, Hauptmünzamt, datiert 21. November 1916 (angefertigt und geprägt 1917/18). Blei, zwei einseitige Abschläge. Durchmesser 91 mm, 91,7 mm. Kunsthistorisches Museum Wien, Münzkabinett. © KHM-Museumsverband.

Die Ausstellung umfasst rund achtzig Werke – Medaillen, Münzen, Gemälde, Steinschnitt-, Elfenbein- und Goldschmiedearbeiten – überwiegend aus den ehemals habsburgisch- (lothringischen) Sammlungen des Kunsthistorischen Museums, das wie kaum ein anderes Museum dieses Thema in einer derart qualitätvollen Auswahl beleuchten kann. Ergänzt werden diese Objekte um Leihgaben aus dem Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin und der Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft.

Laufzeit

Die Ausstellung läuft in der Kunstkammer vom 13. Februar bis zum 13. Oktober 2024 und im Münzkabinett vom 13. Februar 2024 bis zum 23. März 2025.

Heinz Winter, Prunk & Prägung. Die Kaiser und ihre Hofkünstler. 2024. Klappenbroschur, 20,5 x 26 cm. 136 Seiten, 155 Abbildungen. 19,95 EUR.

Heinz Winter, Prunk & Prägung. Die Kaiser und ihre Hofkünstler. 2024. Klappenbroschur, 20,5 x 26 cm. 136 Seiten, 155 Abbildungen. 19,95 EUR.

Publikation zur Ausstellung

Heinz Winter hat die Ausstellung kuratiert und die Begleitpublikation verfasst. Die Ausstellungsgestaltung, inspiriert von den Prunkräumen der Wiener Hofburg, hat Michael Embacher übernommen. Die 136 Seiten lange Begleitpublikation ist ab sofort im Museumsshop und online erhältlich.

Führungen

  • Überblicksführungen mit Andrea Spinka jeweils Donnerstag, 17 Uhr (14. März / 28. März / 4. April / 25. April)
  • Donnerstag, 7. März, 18:30 Uhr (Andrea Spinka und Daniel Uchtmann)
  • Donnerstag, 18. April, 17:00 Uhr – Künstlerkarrieren am Wiener Hof. Vom Stempelschneider zum Kammermedailleur (Andrea Mayr)

Nichts mehr verpassen?

NEWSLETTER HIER ABONNIEREN