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Neuer Band zur Kipper- und Wipperzeit frei verfügbar

Vor vier Jahrhunderten endete die größte Inflationszeit des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation: Zu Beginn des Dreißigjährigen Kriegs wurden in der „Kipper- und Wipperzeit“ große Geldvermögen vernichtet.

Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.): Die „Kipper- und Wipperzeit“ 1619-1623. Die größte Inflation in der Geschichte des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation, Heidelberg: arthistoricum.net, 2023.

Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.): Die „Kipper- und Wipperzeit“ 1619-1623. Die größte Inflation in der Geschichte des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation, Heidelberg: arthistoricum.net, 2023.

Die Numismatische Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland hat die 400. Wiederkehr dieser Epoche der deutschen Geldgeschichte zum Anlass genommen, einen digitalen Sammelband zur „Kipper- und Wipperzeit “ zu publizieren.

Eine zeitgenössische Darstellung der „Kipper und Wipperzeit“: „Jedermannes Jammer-Klage Vber der falschen Wippe Wage“, 1621 Titelblatt (Ausschnitt) – München, Bayerische Staatsbibliothek, Res/4 P.o.germ. 234,19, https://mdz-nbn-resolving.de/details:bsb10907395. (CC0 1.0 Universell Public Domain Dedication).

Eine zeitgenössische Darstellung der „Kipper und Wipperzeit“: „Jedermannes Jammer-Klage Vber der falschen Wippe Wage“, 1621 Titelblatt (Ausschnitt) – München, Bayerische Staatsbibliothek, Res/4 P.o.germ. 234,19, https://mdz-nbn-resolving.de/details:bsb10907395. (CC0 1.0 Universell Public Domain Dedication).

Die Beiträge beleuchten das Phänomen aus unterschiedlicher Perspektive: Beiträge zu den „Kippermünzen“ in Braunschweig-Wolfenbüttel, Mecklenburg, Pommern, Kursachsen, Kurtrier und Westfalen werden ergänzt durch Aufsätze zu einem aktuellen Erfassungsprojekt von „Kipperprägungen“ sowie der Rezeption der „Kipper- und Wipperzeit“ bei Wilhelm Hauff und Gustav Freytag.

Die württembergische Münze der „Kipper- und Wipperzeit“ schlechthin: der Hirschgulden – Herzog Julius Friedrich Württemberg-Weiltingen, halber Hirschgulden, 1622 – Landesmuseum Württemberg, Stuttgart, MK 3823.

Die württembergische Münze der „Kipper- und Wipperzeit“ schlechthin: der Hirschgulden – Herzog Julius Friedrich Württemberg-Weiltingen, halber Hirschgulden, 1622 – Landesmuseum Württemberg, Stuttgart, MK 3823.

Inhaltsverzeichnis

  • Matthias Ohm, „das … treuherzige Publicum beträchtlich, gleichwohlen ohnvermerklich, betrogen“. Die „Kipper- und Wipperzeit“ – zur Einführung, S. 3-8
  • Torsten Fried, Politische Testamente und die MüntzConfusion, S. 11–17.
  • Joachim Krüger, Das „goldene Zeitalter“ Pommerns? Die Kipper- und Wipperzeit im Herzogtum Pommern, S. 18–25.
  • Wolfgang Leschhorn, „Von falschen Münzmeistern, Kippern, Wippern“. Die Kipperei im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel, S. 26–33.
  • Stefan Kötz, Die Kipper- und Wipperzeit in Westfalen, S. 34–51.
  • Rainer Grund und Christian Klose, Engelgroschen aus dem oberen Erzgebirge. Die kursächsische Kippermünzstätte Annaberg 1621 bis 1623, S. 52–65.
  • Ralf Fischer zu Cramburg, Gabriel Heeren und Konrad Schneider, Von einem Griff ins Klo und einer gnadenweisen Enthauptung. Schlaglichter der Kipperzeit in Kurtrier, S. 66–77.
  • Matthias Ohm, Eine Kippermünze literarisch. Wilhelm Hauff und der württembergische Hirschgulden, S. 78–85.
  • Julius Roch, Die Kipper- und Wipper-Zeit im Werk Gustav Freytags, S. 86–91.
  • Paul Höffgen, Das Projekt zur Erfassung der Kippermünzen im Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin – ein Tätigkeitsbericht, S. 92–99.

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