Sammlung Lückger II in der Peus Frühjahrsauktion
Dr. Busso Peus Nachf.
Auktion 442
Münzen
28.-30. April 2025
D-Frankfurt a. M.
Dr. Busso Peus Nachf. präsentiert ihre 442. Auktion. Sie findet vom 28. bis zum 30. April 2025 in Frankfurt statt. Offeriert wird unter anderem die Sammlung Lückger II.
Die Frühjahrsauktion startet mit einer besonders ausgewogenen Partie antiker Münzen. Ausgewogen nicht nur im Hinblick auf das Verhältnis von griechischen zu römischen Sammlerstücken, sondern auch innerhalb dieser beiden Kategorien. So sind bei den „Griechen“ alle klassischen Regionen und Epochen gut vertreten, da zwei kleine Überblickssammlungen griechischer Münzen eingeliefert wurden.
Unter dem gleichen Vorzeichen steht die römische Abteilung der Auktion 442. Hier gesellen sich zu einer kleinen Sammlung hübscher Republikdenare einige gesuchte Raritäten wie der Denar des M. Calpurnius Piso Frugi (Cr. 418/2a) und des C. Antonius (Cr. 484/1). Unter den kaiserzeitlichen Geprägen ist die Sammlung Dr. Gey mit ihrem Schwerpunkt bei Kaiser Augustus erwähnenswert, die von einer großen Partie zumeist vorzüglicher Denare von dem ersten bis ins dritte nachchristliche Jahrhundert erweitert wird. Auch das römische Gold ist mit 20 Aurei und einer prachtvollen Strecke von Solidi bestens vertreten. Die über 60 Gruppenlots in sammlerfreundlicher Konfektionierung versprechen einen hitzigen Abschluss dieses ersten Teils der Frühjahrsauktion.
Das Angebot der Weltmünzen wird auch diesmal von der Sammlung Lückger II – Rheinland, Westfalen und ausgesuchte Einzelstücke dominiert werden. Die Sammlung wird wieder zum Schluss der Auktion angeboten. Doch zunächst beginnt die Auktion wie gewohnt mit Münzen des Auslands. Hier ist zunächst eine goldene 32 Franken-Münze 1800 B, Bern mit einer moderaten Taxe von 5.000 € erwähnenswert. Nach den Münzen und Medaillen der Habsburgischen Erblande, unter denen sich eine wohl noch nicht angebotene breitovale Silbermedaille des frühen 18. Jhs. auf die Wallfahrtskirche in Marbach a. d. Drau (Maribor) befindet, folgen die altdeutschen Münzen. Hierbei ist ein Dicker Doppeltaler 1567 der Grafschaft Moers, wohl ein Unikum, das herausragende Spitzenstück.

Los 1877: Mecklenburg-Schwerin. Goldmedaille 1857 auf den Neubau des Schweriner Schlosses. Schätzpreis: 10.000 EUR.
Besonders zu nennen sind aber auch 2 Goldmedaillen aus Mecklenburg-Schwerin. Auf den Neubau des Schweriner Schlosses sowie eine ungewöhnlich schwere Verdienstmedaille. Auch sonst finden sich Taler, Teilstücke und Kleinmünzen für jeden Geldbeutel. Die deutschen Münzen nach 1871 glänzen mit einigen seltenen Jahrgängen.
Direkt danach folgt, wie angekündigt, das Highlight der Auktion. Der Zweite Teil der Sammlung Lückger enthält noch einmal über 380 Lose. Darunter sind Raritäten und geschmackvoll ausgewählte Einzelstücke aus aller Welt. Zunächst beginnen wir wieder bei Münzen des Auslands. Spektakulär sind dabei die Münzen aus der Zeit der Karolinger aus Frankreich und Italien. Die Co-Gepräge der Päpste mit den karolingischen Herrschern gehören zu den ältesten Münzen des Kirchenstaats.
Die Schätzungen sind, wie bei der gesamten Slg. Lückger, bewusst niedrig gehalten und lassen Überraschungen erwarten. Unter Lückgers Münzen der Habsburger Erblande, findet sich ein standesherrlicher Taler der Grafschaft Dietrichstein aus dem Jahr 1695, der in nahezu stempelglänzender Erhaltung bei einer Taxe von 2.000 Euro starten wird. Bei den altdeutschen Münzen der Sammlung sollen zunächst die mehr als 20 Brakteaten aus dem mitteldeutschen und hessischen Raum erwähnt werden. Außerdem finden sich sowohl Taler, Medaillen und Goldmünzen quer durch die altdeutschen Staaten als auch Neuheiten und Dubletten der Kernsammlung Rheinland und Westfalen. Einerseits erhalten dadurch erfolglose Unterbieter in der Auktion 441 eine zweite Chance, andererseits finden sich auch Ergänzungen, die zur Zitierbarkeit und Erhellung des rheinisch-westfälischen Währungsgebiets im Mittelalter beitragen.
Die Sammlung Lückger endet mit einer großen Anzahl von homogen gehaltenen Lots, die sowohl von Händlern als auch von Sammlern, die schnell einen Grundstock zum Weitersammeln aufbauen möchten, unbedingt besichtigt werden sollten. Die allermeisten Lots sind im Internetkatalog abgebildet. Direkt daran schließen sich praktischerweise die Lots aus anderem Besitz an. Hier finden sich wie immer zum Abschluss jeder Peus-Auktion abwechslungsreiche und günstig getaxte Konvolute.