Neues von der Wiener Numismatischen Sommerschule

Zum 13. Mal führt das Wiener Institut für Numismatik und Geldgeschichte vom 3. bis zum 11. September 2026 seine Sommerschule durch – zum ersten Mal in englischer Sprache, denn die Studenten werden immer internationaler.

John Richard Melville-Jones (27. August 1933 – 28. Januar 2026)

John Richard Melville-Jones lebte im australischen Perth. Trotzdem gibt es wenige Historiker und Numismatiker, die vergleichbar gut vernetzt waren wie er. Anfang des Jahres ist er in seinem 92. Lebensjahr verstorben. Sven Günther erinnert an ihn.

50.000 Besucher: Die Munich Show bekommt einen Themenbereich Numismatik

Münzhändler, die einmal gesehen haben, wie die Menschenmassen in die Munich Show strömen, sind neidvoll erblasst: 50.000 Besucher zählt dieses Münchner Mega-Event für Mineralien, Fossilien und mehr. Nun bekommt die Munich Show einen numismatischen Themenbereich.

INC Frankfurt 2027: Call for Sessions

Vom 12. bis zum 17. September 2027 findet in Frankfurt der XVIII Internationale Numismatische Kongress statt. Sein Thema lautet „Transformations and Transitions“. Nun fragen die Organisatoren, wer eine Session, einen Round Table oder einen Workshop organisiert.

Kind seiner Zeit: Zum Tod von Anton „Toni“ Tkalec (1948-2026)

Anfang Februar starb Anton Tkalec in Wien. Zu seiner Zeit war er skandalumwittert, obwohl man ihm nie nachweisen konnte, welche Rolle er tatsächlich in der Seuso-Affäre spielte. Seine Freunde kannten ihn als herzlichen und großzügigen Menschen. Wer war Anton Tkalec?

Phil Skingley (1972-2026)

Philip Skingley war das, was wir uns unter einem britischen Gentleman vorstellen: Immer höflich, immer freundlich, ein unermüdlicher und kenntnisreicher Numismatiker, der sich nie in den Vordergrund drängte. Nun ist er völlig überraschend am 4. Februar 2026 gestorben.

Künker Berlin-Auktion: Der Trend zeigt nach Osten

Künker führte am 28. Januar 2026 seine 20. Berlin-Auktion durch. 9,5 Mio. Euro lautete das Ergebnis. Daran hatten die repräsentativen Goldmünzen erheblichen Anteil. Die Preise illustrieren aber auch, wie stark der osteuropäische Sammlermarkt ist. Wir zeigen 5 von 10 Münzen, die über 100.000 Euro brachten sowie die größten Überraschungen.

Der Centén von 1609: Die teuerste europäische Münze

Am 24. November 2025 wurde in Genf ein neuer Rekord aufgestellt: Der 1609 geprägte Centén zu 100 Escudos im Gewicht von 340 Gramm Gold ist mit einem Zuschlag von 2,3 Mio. CHF die teuerste europäische Münze der Neuzeit. Mit Aufgeld entspricht das rund 3 Mio. Euro bzw. fast 3,5 Mio. US-Dollar.

Stolperstein für Philipp Lederer

Auf Initiative des Berliner Münzkabinetts wurde vor der einstigen Berliner Münzhandlung Philipp Lederers ein Stolperstein verlegt. Damit erinnert die deutsche Stolpersteininitiative an einen bedeutenden deutschen Numismatiker und Münzhändler jüdischen Glaubens, der zur Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurde.

Lucien Birkler, †2025

Lucien Birkler gehörte einst zu den bekanntesten Münzhändlern der USA. Am 22. Dezember 2025 verstarb er leise und unbeachtet in einem Pflegeheim. Wir verlieren in ihm einen Mann, der die Münzen, die Sammler und den Münzhandel liebte, dem Geld aber nie Beachtung schenkte.