8PHILISTIA.
Azotos.
Circa 420-350 v. Chr.
Šql = Drachme.
Schätzpreis: 20.000 CHF

67PHILISTIA.
Athenischer Stil, circa 420-350 v. Chr.
Rbʾ Šql = Drachme.
Schätzpreis: 35.000 CHF

375Vespasian, 69-79.
Aureus.
Schätzpreis: 100.000 CHF

497FRANKFURT.
Goldmedaille 1898
auf Rosenbaum und Hamburger.
Schätzpreis: 7.500 CHF

516FRANKFURT.
Goldmedaille 1844
auf S. M. Rothschild.
Schätzpreis: 25.000 CHF

1020Sizilien.
Akragas.
Circa 410-406 v. Chr.
Tetradrachme.
Schätzpreis: 50.000 CHF

1074ATTICA.
Athen.
Lachares, 296/5 v. Chr.
Stater.
Schätzpreis: 35.000 CHF

1220Kleopatra VII,
51-30 v. Chr.,
mit Mark Anton.
Tetradrachme.
Schätzpreis: 100.000 CHF

1304Umayyaden.
Zeit des Muʿāwiya I ibn Abī Sufyān,
AH 41-60.
Solidus.
Schätzpreis: 35.000 CHF

1437Mexico.
Libertad Onuza 1998
Proof,
NGC PF 68 UC
Schätzpreis: 1.500 CHF
alle Beiträge Menschen und Märkte

Phil Skingley (1972-2026)

Philip Skingley war das, was wir uns unter einem britischen Gentleman vorstellen: Immer höflich, immer freundlich, ein unermüdlicher und kenntnisreicher Numismatiker, der sich nie in den Vordergrund drängte. Nun ist er völlig überraschend am 4. Februar 2026 gestorben.

von Ursula Kampmann

Inhalt

Phil Skingley (1972-2026)

Phil Skingley (1972-2026)

Es gibt Numismatiker, deren Bedeutung man nicht gleich auf den ersten Blick erkennt. Philip Skingley war einer von ihnen.

Einstieg bei der Collectors Gallery in Shrewsbury

Er begann seine Karriere in den frühen 1990er Jahren bei Mike Veissid in der Collectors Gallery in Shrewsbury. Solche Galerien findet man viele im Vereinigten Königreich. Sie sind ein Paradies für Sammler, denn man entdeckt in ihnen alles Mögliche, natürlich auch Münzen, Medaillen und Banknoten. Fachidioten kann man in solchen Galerien nicht brauchen. Wer sich hier bewähren will, muss ein bisschen von allem verstehen. Philip Skingley tat das. Er erarbeitete sich in seinen Jahren in Shrewsbury ein solides Grundwissen auf unzähligen Gebieten, und er bekam ein Gefühl für Sammler und für das, was sie interessiert.

Philip Skingley im Jahr 2016 bei der Präsentation der Festschrift zu Ehren von Andrew Burnett in Taormina. Er ist links im Bild zu sehen. Foto: UK

Philip Skingley im Jahr 2016 bei der Präsentation der Festschrift zu Ehren von Andrew Burnett in Taormina. Er ist links im Bild zu sehen. Foto: UK

Die Publishing Division von Spink

Im Jahr 1996 rekrutierte Spink den vielversprechenden Numismatiker. Natürlich half er auch bei der Katalogerstellung, aber seine wichtigste Rolle spielte er an einer anderen Front: Er wurde zur Seele der Publishing Division von Spink, jenem für die numismatische Welt so unersetzlichen Verlag, dessen Verkauf eine tiefe Lücke gerissen hat. Philip Skingley war die Person, mit der sich ein Autor abstimmen musste. Er vertrat immer die Interessen des Lesers, sorgte dafür, dass noch das wissenschaftlichste Werk benutzbar blieb. Auf subtile Art beeinflusste er unzählige Bücher und setzte die hohen Qualitätsansprüche „seines“ Verlags durch. Spink galt lange Jahre als einer der, wenn nicht sogar der renommierteste numismatische Verlag der Welt. Hier wurden Katalogwerke wie der RIC publiziert. Grund dafür war auch oder sagen wir lieber vor allem das persönliche Engagement von Philip Skingley. Dass er 2014 die Honorary Fellowship der Royal Numismatic Society erhielt, war mehr als verdient.

Natürlich war Phil auch selbst als Autor tätig. Sein Standardkatalog der britischen Münzen wurde immer wieder neu aufgelegt. Genauso wie der ihn ergänzende Katalog der Münzen Schottlands und Irlands.

Daneben redigierte Philip Skingley das legendäre Numismatic Circular. Gegründet im Jahr 1892 war es die am längsten erscheinende Publikation ihrer Art, ehe sie 2014 in gedruckter Form eingestellt wurde.

Philip Skingley im Jahr 2017 im Ladengeschäft von Coincraft. Foto: UK

Philip Skingley im Jahr 2017 im Ladengeschäft von Coincraft. Foto: UK

Der Wechsel zu Coincraft

Im Jahr 2016 entschied sich Philip Skingley zu Coincraft zu wechseln, einer Eigentümergeführten Münzhandlung, die sich damals noch kaum dem Internet geöffnet hatte. Phil entwickelte die Website von Coincraft und führte das Traditionsunternehmen vorsichtig und diplomatisch in die neue, digitale Zeit. Bald war er als Managing Director fürs Tagesgeschäft des Unternehmens verantwortlich, weil Richard Lobel, Gründer und Eigentümer von Coincraft sich irgendwann zurückziehen wollte. Er würdigte Phil in dem von ihm verfassten Nachruf als jemanden, der „Wissen, gesundes Urteilsvermögen und tiefe Hingabe in alles einbrachte, was er tat.“ Dem kann man nur zustimmen.

Coincraft ist für viele Sammler die erste Münzhandlung, mit der sie in London in Kontakt kommen. Denn Coincrafts Ladengeschäft liegt direkt gegenüber dem British Museum. Ich kann mich gut an meinen ersten Besuch dort erinnern. Phil hatte gerade seine neue Stelle angetreten. Er war so voller Pläne und, wie immer, die Hilfsbereitschaft in Person. Sofort vermittelte er mir ein Interview mit Richard Lobel, unbürokratisch, ohne lange nachzudenken, einfach so.

Philip Skingley und Joshua MacRow-Wood bei der Londoner Coinex. Foto: UK

Philip Skingley und Joshua MacRow-Wood bei der Londoner Coinex. Foto: UK

Mentor und Gentleman

So war Phil. Er half immer. Ohne darüber nachzudenken, was ihm das selbst bringen würde. Er hat vielen jungen Münzbegeisterten ihr erstes Praktikum vermittelt! Die Trauer um ihn ist unter ihnen groß. Sie haben Phil als ihren Mentor geliebt und seinen immer wohl erwogenen Rat geschätzt. Phil liebte den Umgang mit ihnen. Er freute sich, wenn er sein reiches Wissen teilen konnte.

Wenn ich an Phil denke, dann ist und bleibt er für mich der englische Gentleman par excellence: Immer freundlich, nie schlecht aufgelegt, hilfsbereit, gut informiert und gefällig. Wenn die Menschheit nur aus Menschen wie ihm bestünde, wäre die Erde wahrlich ein besserer Ort.

Nun ist Phil Skingley tot. Er erlitt am 4. Februar 2026 einen Schlaganfall, an dem er in der folgenden Nacht starb – mit 54 Jahren. Er hätte der Welt noch so viel zu geben gehabt!

Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder, die ihn unendlich vermissen werden. Ihnen gilt unser tiefes Mitgefühl.

Wenn Sie Ihre Erinnerungen und Fotos mit der Familie von Phil teilen möchten: Es wurde zu diesem Zweck eine eigene Website eingerichtet.

Nichts mehr verpassen?

NEWSLETTER HIER ABONNIEREN

Hunderte von Münzen des deutschen Kaiserreichs
aus einem alten Händlerlager
3297
Mecklenburg-Schwerin.
2 Mark 1876.
Erstabschlag. Stempelglanz.
Schätzpreis: 3.000 EUR

Feinste Sammlerpatina3527
Preußen.
5 Mark 1913.
Polierte Platte.
Schätzpreis: 400 EUR

Komplette Sammlung bayerischer Geschichtstaler690
Bayern.
Geschichtsdoppeltaler 1848.
Sehr selten.
Vorzüglich.
Schätzpreis: 2.000 EUR

Komplette Sammlung bayerischer Geschichtstaler694
Bayern.
Geschichtsdoppeltaler 1849.
Vorzüglich bis Stempelglanz.
Schätzpreis: 2.500 EUR

Kleine, feine Serie Mainzer Münzen898
Mainz.
Dukat 1795.
Vorzüglich bis Stempelglanz.
Schätzpreis: 1.800 EUR

232England. George III.
Goldmedaille o. J. (1768), von J. Kirk und T. Wyon jun.
Auf die Ernennung des Herzogs William Frederik
von Gloucester zum Kanzler der Universität Cambridge.
Äußerst selten. NGS MS60, fast Stempelglanz.
Schätzpreis: 25.000 EUR

266Frankreich. Charles X.
Goldmedaille 1825, von F. Gayrard.
Auf die Krönung von Charles X.
Äußerst selten. Kleiner Randfehler und Kratzer,
vorzüglich bis Stempelglanz.
Schätzpreis: 14.000 EUR

744Brandenburg-Bayreuth.
Dukat 1659, Nürnberg.
Sehr selten.
Vorzüglich bis Stempelglanz.
Schätzpreis: 20.000 EUR

827Göttingen. Georg III.
Goldmedaille zu 25 Dukaten 1785, von E. Burch.
Preismedaille der Georgia-Augusta-Universität.
NGC MS61,
vorzüglich bis Stempelglanz.
Schätzpreis: 25.000 EUR

1014Sachsen.
Prämiendoppeltaler 1847 F.
Äußerst selten.
Nur 50 Exemplare geprägt!
Av. fast Stempelglanz. Rv. vorzüglich bis Stempelglanz.
Schätzpreis: 25.000 EUR