Wohnrau, Guillaume
Guillaume Wohnrau ist ein welsch-schweizer Numismatiker aus Genf, der sich vor allem auf die römische Numismatik spezialisiert hat, aber auch über ein breites Wissen zu den Münzen der französischen Kolonien verfügt.
Akademische Laufbahn
Guillaume Wohnrau (*2000) gehört zu den vielen Münzbegeisterten, die das Münzsammeln zur Geschichte gebracht hat. Seinen ersten römischen Denar erwarb er mit sechs Jahren.
Von September 2019 bis September 2024 studierte Guillaume Wohnrau Geschichte und Italianistik an der Université de Genève mit Studienaufenthalten in Paris an der Université Paris Cité und der römischen Sapienza Universität.
Seine Masterarbeit, die demnächst publiziert werden wird, beschäftigt sich mit dem Aufkommen von Papiergeld im nordamerikanischen Neufrankreich des 17. Jahrhunderts. Wohnrau analysiert die historische Tragweite, die diese geldpolitische Innovation mit sich brachte. Seine Arbeit wurde mit zwei renommierten Auszeichnungen gewürdigt: dem Preis der Arditi-Stiftung, eine der höchsten Ehrungen der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Genf, und dem Preis der Fondation romande de numismatique; letzterer wurde damit erstmals an eine Studie zur modernen Numismatik sowie erstmals an eine Arbeit über Papiergeld vergeben.
Guillaume Wohnrau beteiligte sich am europäischen ERC-Projekt „SILVER“ des Cabinet des Médailles der Koninklijke Bibliotheek van België unter der Leitung von Professor François de Callataÿ. Darüber hinaus unterstützte er die Digitalisierung der Münzsammlung dieser Institution.
Berufliche Tätigkeit
Seit Februar 2021 arbeitet Guillaume Wohnrau bei Numismatica Genevensis SA. Er ist nicht nur für die Katalogisierung zuständig, sondern ist in die Organisation und die Kundenbetreuung involviert. Darüber hinaus hat er mehrere Ausstellungen mitgestaltet.
Mitglied der numismatischen Community
Als Vorstandsmitglied der Société genevoise de numismatique bekleidet Guillaume Wohnrau das Amt eines Generalsekretärs.








