

AV Tetradrachme (282-272 v. Chr.),
König Ptolemaios II. und Königin Arsinoe II.
Aus der großen Sammlung der Münzstätte Alexandria.
Erhaltung: ss+

50 Deutsche Mark o.D. ( 1948-1949) "Liberty".
Erhaltung: extrem selten, I

AR Stater (361-334 v. Chr.).
Vs. Baal von Tarsos.
Erhaltung: vz

Taler 1780 SF
mit Gegenstempel Dschibuti (1870-1900).
Erhaltung: ss

1 Talar 1. Dezember 1810.
Erhaltung: III-IV

1 Dollar 1.3.1907, Tsingtau.
Erhaltung: sehr selten, restauriert

Königlich Bayerisches Allgemeines Anlehen.
8,75 Mark 1.3.1919.
Erhaltung: selten, I
Report zum Kulturgutschutz
Cultural Property News hat einen aktuellen Report zum Kulturschutz veröffentlicht. Einmal mehr wird darin beklagt, dass die Argumente der größten Lobbyisten-Vereinigung der us-amerikanischen Anti-Sammler-Fraktion – die Antiquities Coalition – auf Lügen basieren.
von Ursula Kampmann
Inhalt

„Lügenpresse“ ist in Deutschland zu einem Modewort geworden. Tatsächlich setzen wohl – zumindest in demokratischen Ländern – die wenigsten Journalisten Lügen bewusst ein, um politische Anliegen durchzusetzen. Stattdessen geschieht es häufig, dass wirtschaftliche Zwänge wie Zeitmangel und der Druck, publikumswirksame Stories zu produzieren, zusammen mit den eigenen Vorurteilen Journalisten von ihrer Aufgabe abhalten, moderne Narrative zu hinterfragen.
Gerade Sammler haben weltweit und immer wieder erlebt, welch schreckliche Folgen das hat. Während die Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung oder der Hautfarbe weltweit zurückgegangen ist, hat die Diskriminierung von Sammlern drastisch zugenommen. Viele Intellektuelle, die Sammler und Münzhandel systematisch diskriminieren, begreifen ihr Verhalten nicht einmal als das, was es ist, sondern sehen sich als Helden des Kulturgutschutzes.
RAND Corporation widerlegt den Mythos Terrorfinanzierung
Ihre Argumentation stützt sich vor allem auf Behauptungen, die gemäß dem neuen Cultural Property News Art and Heritage Law Report jeglicher Basis entbehren, obwohl sie gebetsmühlenartig wiederholt werden. Behauptungen wie der Handel mit Kulturgütern finanziere den Terror, sind längst widerlegt; zuletzt durch die fundierten Studien der RAND Corporation, eines renommierten Think Tanks, der vor allem die amerikanischen Streitkräfte berät.
Warum halten sich die Lügen über die Terrorfinanzierung so hartnäckig?
Der Bericht von Cultural Property News untersucht, warum sich die Tatsachen weder in der Öffentlichkeit noch in der Politik durchsetzen können. Dabei entlarven sie die Antiquities Coalition als einen der hauptsächlichen Treiber, der seinen Zugang zu gemeinnützigen Einrichtungen, Regierungsstellen und ausländischen Staaten systematisch nutzt, um veraltete Lügen weiter zu erzählen und so das Narrativ fortzuspinnen.
Was ist die Antiquities Coalition?
Die Antiquities Coalition ist eine durch Spenden finanzierte amerikanische NGO, die umso mehr Gelder akquirieren kann, je dringlicher ihr Anliegen scheint. So zeichnet die Antiquities Coalition ein Bild der aktuellen Situation, als würden wir uns noch immer im 19. Jahrhundert befinden. Ein gutes Beispiel findet man dafür auf der Website der NGO: Heute ist keine Kultur mit einer schützenswerten Vergangenheit vor Grabräubern und Kunstschmugglern sicher. Dieser illegale Handel bedroht nicht nur unsere gemeinsame Geschichte, sondern auch die Menschenrechte, die Volkswirtschaften und die globale Sicherheit. Doch so gewaltig das Problem auch ist – ebenso vielfältig sind die möglichen Lösungen.
Wer sich mit dem Thema Kulturgutschutz beschäftigt, versteht schnell, dass nicht die Grabräuber das größte Problem sind, sondern fehlende Gelder für den Erhalt und den Schutz von Kulturgut. Dazu kommt in jüngster Zeit der Overtourismus. Kulturgüter werden von Staaten rücksichtslos kapitalisiert, um das finanzielle Potential des Tourismus auszuschöpfen.
Da die Antiquities Coalition aber staatlich gefördert wird und mit vielen ausländischen Staaten zusammenarbeitet, ist sie nicht neutral. Die Wahrheit kann und will sie wohl nicht sagen, um keine Fördermittel zu verlieren. Stattdessen bietet sich der Kunsthandel als perfekter Sündenbock für das staatliche Versagen an.
Was sind die Cultural Property News
Auch die Cultural Property News sind finanziell nicht unabhängig, sondern werden vom Committe for Cultural Policy gesponsert. Dabei handelt es sich um eine amerikanische NGO, die einflussreiche Sammler, Händler, Rechtsanwälte und Kunstfreunde hinter sich versammelt. Das Committee for Cultural Policy wurde 2011 aus der Notwendigkeit heraus gegründet, Sammlern eine Stimme zu geben – neutral ist es selbstverständlich auch nicht.
Welche Auswirkungen hat die Verleumdung des Sammlers?
Aber es stellt den in intellektuellen Kreisen so häufig wiederholten Klischees seine eigene Auffassung gegenüber. Sein Bericht beschäftigt sich deshalb nicht nur mit Löchern im Boden, wie sie die Antiquities Coalition immer wieder zeigt, sondern mit den Auswirkungen, die die fortgesetzte Verleumdung von Sammlern und Händlern auf die Zivilgesellschaft hat. Sie bewertet die Folgen für Museen, Individuen und für die Diaspora-Gemeinschaften von Kulturen, die im eigenen Land verfolgt werden. Der freie Zugang zu Kulturgütern ist dabei ein zentraler Wert.
Ein Plädoyer für einen wirksamen Kulturgutschutz
Die Studie bestreitet weder Realität noch die Schäden, die durch Plünderung an archäologischen Stätten entstehen. Aber sie mahnt an, dass ein wirksamer Kulturgutschutz nicht auf Vorurteilen, sondern auf überprüfbaren Tatsachen beruhen muss. Das oberste Ziel sollte dabei eine verhältnismäßige Gesetzgebung sein, mit der neue Plünderungen vermieden werden, ohne den Kulturaustausch, die Forschung und den Zugang einer breiten Öffentlichkeit zum kulturellen Erbe der Menschheit zu verhindern.
Die Studie kann kostenlos heruntergeladen werden
Der Bericht kann auf der Website von Cultural Property News kostenlos heruntergeladen werden. Er ist 50 Seiten stark und fasst die neuesten Informationen zusammen. Entscheiden Sie selbst, wem Sie glauben! Sich dafür fundiert mit dem Thema auseinanderzusetzen, ist essentiell.











