Neuer CEO bei Sixbid
Dr. Hans-Christoph von Mosch wird neuer CEO von Sixbid, nachdem Ulf Künker von seinem Amt zurückgetreten ist.
von Ursula Kampmann
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Sixbid wurde 2001 von einigen innovativen Münzhändlern gegründet, die sich von Hubert Lanz überzeugen ließen, dass das Internet für die Zukunft des Münzhandels eine entscheidende Rolle spielen werde. Die Idee war, die Angebote der wichtigsten Auktionshäuser zu bündeln, um sie so für ein gemeinsames Publikum attraktiver und leichter zugänglich zu machen.

Ulf Künker am Stand der MünzenWoche. Foto: KW.
Um keinem Händler zu bevorzugen, wurde das Unternehmen gemeinsam als deutsche Aktiengesellschaft gegründet mit einem Aufsichtsrat und einem Geschäftsführer. Von August 2007 bis Juni 2026 leitete Ulf Künker als CEO die Geschäfte von Sixbid. Auf ihn geht unter anderem die Initiative zurück, das Archiv von Sixbid als Quelle für die Preisfindung zu erschließen. Er ließ zusätzlich Hunderte von alten Katalogen einarbeiten, um so Provenienzen leichter recherchierbar zu machen. Sixbid dankt seinem bisherigen CEO für sein großes Engagement, sein unternehmerisches Gespür und die Leidenschaft für die Numismatik, mit der er seine Aufgabe erfüllte.

Christoph von Mosch und seine Frau Ina von Mosch, Creative Director bei Gorny & Mosch. Foto: UK.
Christoph von Mosch wird der neue CEO
Die Nachfolge von Ulf Künker tritt Christoph von Mosch an, der in der numismatischen Szene kein Unbekannter ist. Von Mosch studierte Klassische Archäologie in München, Freiburg und Bonn. Er wurde bei Paul Zanker mit seiner Dissertation „Statuenzitate auf Münzen“ promoviert. Sie bildet die Grundlage zu seiner wohl bekanntesten Monographie mit dem Titel „Bilder zum Ruhme Athens. Aspekte des Städtelobs in der kaiserzeitlichen Münzprägung Athens“. 1995 wurde Christoph von Mosch Leiter der Abteilung Antike der Giessener Münzhandlung, die 2000 in Gorny & Mosch umbenannt wurde. Dort ist er Anteilseigner und Geschäftsführer und besucht in dieser Funktion viele Veranstaltungen im In- und Ausland.

Christoph von Mosch und der amerikanische Händler Harlan Berk. Foto: UK.
Christoph von Mosch ist in der internationalen numismatischen Community bestens vernetzt. Er arbeitet weiter wissenschaftlich und besucht regelmäßig die wichtigsten Münzbörsen. Von 2005 bis 2008 amtierte Christoph von Mosch als Präsident des IBSCC (= International Bureau for the Suppression of Counterfeit Coins) der IAPN, das er weiterhin als Mitglied unterstützt. Er war zwischen 2016 und 2018 zweiter Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst und sitzt seit 2007 im Vorstand der 1881 gegründeten Bayerischen Numismatischen Gesellschaft. Seit 2022 ist er ein Mitglied der Redaktion des Jahrbuchs für Numismatik und Geldgeschichte.
Seit 2015 ist Christoph von Mosch Vorsitzender des Aufsichtsrats der Sixbid AG. Nun übernimmt er das Amt des CEO der ältesten numismatischen Auktionsplattform.
14.000 Auktionen
In ihrer Bekanntmachung wies Sixbid daraufhin, in welchem Ausmaß der Online-Auktionshandel in den letzten Jahren gewachsen ist. Allein im ersten Halbjahr 2026 präsentierte die Plattform weltweit über 500.000 Lose. Außerdem steht die Veröffentlichung der 14.000 Auktion kurz bevor.
Die MünzenWoche wünscht Dr. Hans-Cristoph von Mosch viel Freude an der Aufgabe, Sixbid in die Zukunft zu führen. Gerade in Zeiten von KI gestützten Suchmöglichkeiten stehen neue Herausforderungen bevor. Die MünzenWoche freut sich darauf, diese gemeinsam mit unserem Partner Sixbid zu bewältigen.















