154Preußen. Friedrich Wilhelm IV., 1840-1861.
Goldmedaille zu 50 Dukaten auf das
Erscheinen des zweiten Bandes des Werkes
"Kosmos" von Alexander von Humboldt. NGC MS 65 PL.
Aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I.
Schätzpreis: 40.000 Euro

166Preußen. Friedrich Wilhelm IV., 1840-1861.
Goldmedaille zu 50 Dukaten auf die Enthüllung des
Reiterdenkmals Friedrichs des Großen
„Unter den Linden“ in Berlin 1851. NGC MS 63 PL.
Aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I.
Schätzpreis: 25.000 Euro

179Preußen. Friedrich Wilhelm IV., 1840-1861.
Goldmedaille zu 50 Dukaten 1855,
geprägt zu Ehren der Feldmarschälle.
NGC MS 62 DPL.
Aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I.
Schätzpreis: 25.000 Euro

191Preußen. Wilhelm I., 1861-1888.
Generalsmedaille zu 120 Dukaten 1871,
auf den Sieg über Frankreich.
Prachtexemplar.
Aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I.
Schätzpreis: 75.000 Euro

297Russland. Nikolaus I., 1825-1855. Familienrubel.
1 1/2 Rubel (10 Zlotych) 1835, St. Petersburg.
NGC MS 64 (Top Pop).
Nur 36 Exemplare geprägt.
Kabinettstück von polierten Stempeln.
Aus dem Nachlass König Friedrich Wilhelms IV.
Schätzpreis: 250.000 Euro

1192RDR. Ferdinand II., 1592-1618-1637.
5 Dukaten 1634, Wien.
Von größter Seltenheit.
Vorzüglich-Stempelglanz.
Schätzpreis: 10.000 Euro

1266RDR. Wien.
Salvatormedaille zu 12 Dukaten o. J. (um 1840).
NGC PF 61 CAMEO.
Pollierte Platte.
Schätzpreis: 15.000 Euro

1334Stadt Regensburg.
5 Dukaten o. J. (1708-1710), mit Titel Josephs I.
NGC MS 64.
Von allergrößter Seltenheit.
Laut Münzakten nur 7 Exemplare geprägt.
Prachtexemplar.
Schätzpreis: 25.000 Euro

1602Deutsch-Neu-Guinea.
10 Neu-Guinea Mark 1895 A.
NGC MS 65.
Prachtexemplar.
Schätzpreis: 50.000 Euro

2757Sachsen.
Johann Friedrich der Großmütige und Moritz, 1541-1547.
Dreifaltigkeitsmedaille 1544.
Ein Meisterwerk der deutschen Medaillenkunst
an altem Henkel.
Prachtvolle, vorzügliche Arbeit.
Schätzpreis: 75.000 Euro
alle Beiträge Menschen und Märkte

Münzen- und Medaillenstiftung Esslingen am Neckar von Gerhard Kümmel gegründet

von Matthias Ohm

Seit über 40 Jahren sammelt Gerhard Kümmel aus Esslingen Münzen und Medaillen seiner Heimatstadt. Um die umfangreichen Bestände weiterzuentwickeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat er sich entschlossen, sie in eine gemeinnützige Stiftung einzubringen, Münzen- und Medaillenstiftung Esslingen am Neckar – Gerhard Kümmel, die vor Kurzem gegründet wurde.

Die neugegründete Stiftung hat sich die analoge und digitale Präsentation von Esslinger Münzen und Medaillen sowie deren Erforschung zum Ziel gesetzt. Foto: Städtische Museen Esslingen. Münze: Münzen- und Medaillenstiftung Esslingen am Neckar – Gerhard Kümmel.

Die neugegründete Stiftung hat sich die analoge und digitale Präsentation von Esslinger Münzen und Medaillen sowie deren Erforschung zum Ziel gesetzt. Foto: Städtische Museen Esslingen. Münze: Münzen- und Medaillenstiftung Esslingen am Neckar – Gerhard Kümmel.

Esslingen am Neckar, zehn Kilometer südöstlich der Stadtmitte von Stuttgart gelegen, zählte zu den frühesten Prägestätten in Schwaben, die etwa ein Jahrhundert lang – von etwa 950 bis 1050 – bestand. Esslingen bekannte sich früh zur Lehre Luthers und trat 1531 dem Schmalkaldischen Bund bei, einem Bündnis evangelischer Fürsten und Städte. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Esslingen, das inzwischen seinen Status als freie Reichsstadt verloren und Teil Württembergs geworden war, zu einem Zentrum der Industrialisierung im deutschen Südwesten.

Matthäus Pfister, Die heyllige Röm. ReichsStatt Esslingen, 1650, Öl auf Solnhofer Schiefer. Städtische Museen Esslingen Foto: Städtische Museen Esslingen.

Matthäus Pfister, Die heyllige Röm. ReichsStatt Esslingen, 1650, Öl auf Solnhofer Schiefer. Städtische Museen Esslingen Foto: Städtische Museen Esslingen.

Fernhandelsdenare, Reformationsmedaillen, Prägewerkzeuge und vieles mehr

Die Geschichte Esslingens spiegelt sich auch in Gerhard Kümmels Sammlung wieder, die in Kürze als Dauerleihgabe an die Städtischen Museen Esslingen geht: Zu den Schwerpunkten der Bestände zählen über 100 Esslinger Denare aus dem 10. und 11. Jahrhundert, Medaillen des 18. Jahrhunderts sowie zahlreiche Prägungen des 19. bis 21. Jahrhunderts einschließlich vieler zugehöriger Prägewerkzeuge der 1884 gegründeten Gravier- und Prägeanstalt Otto Beh. Neben 500 Plaketten und Anstecknadeln der letzten 125 Jahre umfassen die Bestände auch Esslinger Firmen- und Notgeld der Jahre 1917 bis 1923. In der Sammlung finden sich einige Raritäten, darunter eine goldene Medaille auf die Zweihundertjahrfeier der Reformation im Gewicht von fünf Dukaten, von der nur zwei Stück bekannt sind.

Anhand von Probeabschlägen und Prägewerkzeugen für chinesische Münzen von 1897, die Otto Beh in Esslingen im Auftrag der Pressenfabrik Schuler und chinesischer Münzprägeanstalten fertigte, wird die frühe Zusammenarbeit einer Esslinger Firma mit China dokumentiert.

Christian Ernst Müller, Medaille im 5-Dukaten-Gewicht auf die zweite Säkularfeier der Reformation in Esslingen, 1717. Münzen- und Medaillenstiftung Esslingen am Neckar – Gerhard Kümmel.

Christian Ernst Müller, Medaille im 5-Dukaten-Gewicht auf die zweite Säkularfeier der Reformation in Esslingen, 1717. Münzen- und Medaillenstiftung Esslingen am Neckar – Gerhard Kümmel.

Die Ziele der Stiftung

Ziel der Stiftung ist die Einrichtung eines Münzkabinetts in den Städtischen Museen Esslingens. Neben einer Schausammlung sind auch Sonderausstellungen vorgesehen. Die erste Präsentation soll Ende 2025 eröffnet werden. Daneben ist eine digitale Ausstellung der Bestände ebenso geplant wie die Förderung wissenschaftlicher, kultureller und heimatgeschichtlicher Arbeiten zur Esslinger Münz- und Medaillengeschichte.

Dem Vorstand der Stiftung gehören neben Gerhard Kümmel seine Tochter Sandra Ludwig, Hans-Jörg Albrecht, Leiter der Esslinger Museen, Dr. Matthias Ohm, Leiter des Münzkabinetts im Landesmuseum Württemberg, und Jörg Tropschuh, ehemals verantwortlich für den Münz- und Edelmetallhandel der Kreissparkasse Esslingen, an.

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