Goldmedaille, auf die Vermählung mit
Maria Louise von Österreich.
Vorzüglich.


Michael Feodorowitsch, 1613-1645.
4 Dukaten o. J., St. Petersburg. Novodel.
Äußerst selten.
Vorzüglich bis Stempelglanz.

Elisabeth I., 1741-1761.
10 Rubel 1757, St. Petersburg.
Sehr selten.
Fast vorzüglich.

Georg Friedrich "der Jüngere", 1692-1703.
Taler 1694, Schwabach.
Mit Randschrift.
Äußerst selten.
NGC AU55. Gutes vorzüglich.

Georg Wilhelm, 1712-1726.
Taler 1712, auf den Regierungsantritt.
Äußerst selten.
NGC MS64. Stempelglanz.

Bankportugalöser zu 10 Dukaten 1667.
Äußerst selten.
Vorzüglich.

Philipp Adolph von Ehrenberg, 1623-1631.
Goldgulden, 1626.
Äußerst selten.
NGC MS62. Stempelglanz.

Johann Philipp von Greiffenklau zu Vollraths, 1699-1719.
5 Dukaten 1702.
Äußerst selten.
NGC MS63. Prägefrisch.

Herb Kreindler (1935-2026)
Herb Kreindler gehörte zu den bekanntesten Münzhändlern der USA. Jahrzehntelang verauktionierte er Abend für Abend im Auftrag der großen Auktionshäuser während der New York International. Nun ist er im Alter von 91 Jahren gestorben.
von Ursula Kampmann
Inhalt

Herbert „Herb“ Kreindler (1935-2026) im Januar des Jahres 2023 im Alter von 88 Jahren. Foto: UK
Es gibt Menschen, die sind eine feste Größe. Zu ihnen gehörte der amerikanische Münzhändler Herb Kreindler. Hätte er es gewollt, hätte er ein riesiges Auktionshaus leiten können. Doch er wollte nicht. Er zog es vor, unabhängig zu sein.
Eine Jugend in den Catskills
Geboren wurde Herbert Kreindler im Jahr 1935 in Manhattan. Aufgewachsen ist er in Liberty / New York State. Herb sprach nicht viel über sich, aber wenn er es tat und wenn man dabei zufällig seine Jugend berührte, geriet er ins Schwärmen. Er freute sich immer noch darüber, dass er als Sohn des Hotelmanagers des legendären Grossinger’s dort aufwuchs, wo andere Ferien machten. Die Stimmung, die in diesem koscheren Ferienheim in den Catskills herrschte, wird heute noch erlebbar: Grossinger’s inspirierte den historischen Hintergrund zum Film „Dirty Dancing“.
Sport war für des Sohn des Hotelmanagers eine Selbstverständlichkeit. Ob Golf, Tennis, Tanzen oder Eisschnelllauf: Herb Kreindler beherrschte es meisterhaft. Doch ihm ging es nicht nur um die Freude am Sport, sondern ums Gewinnen. Zusammen mit seinen Geschwistern nahm er mehrfach an den „Silver Skates“, einem Amateur-Wettbewerb für Eisschnelllauf im Madison Square Garden, teil und gewann. In seinem Haus zeigte er gerne die Vitrine voller Medaillen, die er in dieser Disziplin gewonnen hatte.
Vielleicht war das der Grund, warum das Alter Herb scheinbar nichts anhaben konnte. Während andere mit dem Gewicht kämpften oder über gesundheitliche Probleme jammerten, schien seine Gesundheit geradezu unverwüstlich.
Im Dienst der Vereinigten Staaten
1957 schloss Herb Kreindler sein Studium der Ingenieurswissenschaften sehr erfolgreich ab. So erfolgreich, dass er einen Job bei der Grumman Aircraft Engineering Corporation erhielt. Das Unternehmen arbeitete eng mit dem amerikanischen Militär zusammen. Noch heute ist diese auf Kampfflugzeuge spezialisierte Firma einer der wichtigsten Lieferanten der US-Streitkräfte. Ich hörte Herb Kreindler nie über diese Zeit sprechen – vielleicht unterlag seine Tätigkeit der Schweigepflicht.
Herbs sportliches Aussehen und seine Verschwiegenheit hinsichtlich seiner beruflichen Vergangenheit vor dem Wechsel in den Münzhandel ließen das Gerücht entstehen, er sei ein Agent des CIA gewesen. Herb lächelte nur dazu. Er dürfte dieses Gerücht nützlich gefunden haben: Niemand hielt es für opportun, sich mit ihm anzulegen.

Herbert „Herb“ Kreindler und seine Gattin Barbara, wohl in den 1980er Jahren. Foto: Italo Vecchi
Ein Karrierewechsel zur Numismatik
Als Herb Kreindler während des Silberbooms der 1970er Jahre wie viele andere in den Münzhandel wechselte, war er bereits ein erfahrener Sammler. Er erzählte einmal, dass es der Boxer Max Schmeling gewesen sei, der ihn für die Numismatik begeisterte. Ob diese Geschichte wahr ist? Zweifel sind angebracht. Als Schmeling sich in den Catskills 1936 auf seinen Kampf gegen Joe Louis vorbereitete, lag Herb Kreindler noch in den Windeln. Eine Verwechslung mit Rocky Marciano wäre möglich. Der trainierte 1954 bei Grossinger’s. Allerdings wissen wir nichts darüber, dass er Münzen sammelte.
Es brauchte keine Boxer, um bei Grossinger’s mit der Numismatik in Kontakt zu kommen. Dort verkehrte die Prominenz der Nachkriegszeit, und ein großer Teil davon sammelte Münzen.
Herbs numismatische Leidenschaft galt der Antike und den jüdischen Münzen. Er tat sich mit David Hendin, dem bekannten Autor, zusammen. Wir wissen, dass Hendin den „Guide to Ancient Jewish Coins“ verfasst hat, der noch heute als „Guide to Biblical Coins“ immer wieder neu aufgelegt wird. Nur die wenigsten sind sich allerdings bewusst, dass Herb Kreindler die Preise dazu lieferte. Noch heute schwärmt David, wie gut Herb Auktionsergebnisse im Kopf hatte. Er sagt: „Herbs Kenntnis der Preise der antiken Münzen im Allgemeinen und der biblischen Münzen im Besonderen war unübertroffen.“ Und das war unbezahlbar in einer Zeit, in der es weder Internet noch CoinArchives gab. Die Preise besser als alle anderen zu kennen, verschaffte Herb Kreindler einen immensen Wissensvorsprung und viele gute Geschäfte.
Gemeinsam führten David Hendin und Herb Kreindler zwischen 1974 und 1983 Amphora Coins, bis sich Herb Kreindler entschloss, aus den Verpflichtungen, die ein großes Geschäft mit sich brachte, auszusteigen.
Auktionator der Auktionatoren
Trotzdem kam Jahrzehnte lang niemand an Herb Kreindler vorbei, jedenfalls nicht, wenn man an den Auktionen teilnahm, die anlässlich der großen Münzbörsen in den USA durchgeführt wurden. Denn Herb verauktionierte für praktisch alle großen Münzhändler. Jeden Abend stand er stundenlang hinter dem Pult des Auktionators und rief hoch konzentriert ein Lot nach dem anderen auf. Mit fast unmenschlicher Präzision behielt Herb den Überblick. Seine Präsenz und seine Autorität sorgten für Ruhe im Saal – selbst wenn die Veranstaltung bis weit nach Mitternacht dauerte. Herb schien keinen Schlaf zu brauchen! Am nächsten Morgen stand er hinter seinem eigenen Tisch und machte Geschäfte, präzise und zuverlässig wie immer.

Herbert „Herb“ Kreindler mit seiner Frau Barbara anlässlich der ANS-Gala von 2016. Foto: UK
Reisen, Golf und schnelle Autos
Herb Kreindler genoss die internationale Seite des Münzhandels. Er liebte es, zusammen mit seiner Gattin Barbara zu reisen. Ungefähr 56 Länder soll er im Laufe seines Lebens besucht haben.
Das war aber nicht seine einzige Leidenschaft. Ihm gefielen schnelle Autos und die Jagd. Auch hervorragende Weine wusste er zu schätzen.
Eine lebenslange Leidenschaft
Münzen blieben bis zuletzt ein wesentlicher Bestandteil seines Lebens; von ihnen wollte er nicht lassen, auch als er älter wurde. In den letzten Jahren begleitete ihn seine Tochter auf die NYINC. Nehmen lassen wollte er sich dieses Vergnügen auf keinen Fall! Denn hier, im Kreise der Münzhändler und -sammler, fühlte er sich wohl.
Nun ist Herbert Kreindler im Alter von 91 Jahren nach kurzer Krankheit am 25. April 2026 gestorben. Er hinterlässt seine Ehefrau Barbara, geborene Baker, eine Tochter und zwei Söhne, sieben Enkel und drei Urenkel.
Sie werden ihn vermissen, genauso wie all die numismatischen Freunde, die sich Herb Kreindler in den vielen Jahrzehnten seines aktiven Lebens als Münzhändler gemacht hat.
Möge sein Angedenken ein Segen sein!
Stadt Byzantion.
Stater (250 – 1. Jahrhundert v. Chr.).
Erhaltung: vz+


Matidia.
Denar (112 n. Chr.), Rom.
Erhaltung: sehr selten, ss/ss+

Julian II.
Apostata als Caesar.
Solidus (355-357 n. Chr.), Rom.
Erhaltung: Prägefrisch


















