

König Ptolemaios II. und Königin Arsinoe II.
AV Tetradrachme (282-272 v. Chr.).
Erhaltung: ss+.
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50 Deutsche Mark o.D. ( 1948-1949) "Liberty".
Erhaltung: extrem selten, I.

AV Stater (1. Jh. v. Chr.).
Treveri, sog. Augenstater.
Erhaltung: ss.

Julius Caesar.
AR Denar (44 v. Chr.), Rom.
Erhaltung: sehr selten, schöne Patina, ss.

Leopold I. von Habsburg-Lothringen (1765-1790).
Francescone 1772, Florenz.
Erhaltung: Prachtex., sehr selten i. d. Erh., ss/vz.

50 Cents 1951, Philadelphia.
Erhaltung: PCGS MS 67 FBL.

3 Mark 1918 "Bayernhochzeit".
Erhaltung: st.
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1 Talar 1. Dezember 1810.
Erhaltung: III-IV.
Neue Erkenntnisse zur Auflage des Gedenktalers „Raxalpe“
Am 22. September 2026 versteigerte Künker einen „Raxalpentaler“ aus der Sammlung Wenzel. Die numismatische Literatur behauptet, davon seien nur 100 Exemplare geprägt. Nun haben wir neue Informationen: Das Archiv des Österreichischen Touristenklubs verfügt über die konkreten Zahlen!
von Ursula Kampmann
Inhalt

Am 22. September 2026 versteigerte Künker einen perfekt erhaltenen Gedenktaler, der 1877 anlässlich der Einweihung der Schutzhütte auf der Raxalpe geprägt wurde. Das Stück aus der Sammlung Kommerzialrat Dr. Herbert Wenzel gefiel durch seine schillernde Regenbogenpatina und seine tadellose Oberfläche. 13.000 Euro erzielte das Los bei einem Schätzpreis von 10.000 Euro.
Wir hatten Ihnen diese Münze und ihre Geschichte in einer früheren Ausgabe vorgestellt. Im Text hieß es damals: „Die Raxalpe in Silber kommt – im Verhältnis zu ihrer winzigen Auflage – relativ häufig auf dem Auktionsmarkt vor.“ Nun wissen wir, warum das so ist, denn wir haben Post vom ursprünglichen Auftraggeber bekommen. Ludwig Fischhuber ist Archivar des Österreichischen Touristenklubs (ÖTK) in Wien und hat die Auflage der Medaille anhand der Unterlagen des Vereinsarchivs korrigiert.

Österreich. Raxalpentaler 1877, Wien. Nur 100 Exemplare geprägt. Aus Sammlung Wenzel. Prachtexemplar mit prachtvoller Patina. Winzige Kratzer, polierte Platte. Schätzung: 10.000 Euro. Zuschlag: 13.000 Euro. Aus Auktion Künker 445 (22./ 23. September 2026), Nr. 546.
Der Leserbrief mit den korrekten Zahlen
Ludwig Fischhuber schreibt: „Aus Unwissenheit wird in Publikationen (Katalogen) bzw. auch in diversen Auktionen die Auflage mit einer viel geringeren Stückzahl angegeben und damit der eigentliche Wert der Medaille wesentlich erhöht. Es wurden 300 Exemplare und von der Vorder- und Rückseite je 2 Probeabschläge (Hohlprägung in Kupfer, versilbert) geprägt. Lange Zeit hatte es den Anschein, als handle es sich um eine Gedenkmünze, also offizielles Gepräge. In Größe, Form und Gewicht gleichzusetzen den Vereinsmünzen. Durch die Bezeichnung „Gedenkthaler“ wurde dieser Eindruck noch verstärkt.“
Doch dem widersprechen die Unterlagen des Vereins. Aus ihnen geht eindeutig ein privatwirtschaftlicher Hintergrund hervor: „Zur Erinnerung an die feierliche Schlusssteinlegung des „Erzherzog-Carl-Ludwig-Hauses“ auf der Raxalpe am 16. September 1877 beauftragte die Bausektion des ÖTK die Prägung von 300 Gedenkmedaillen. Die Bestellung erfolgte über den Numismatiker Franz Josef Wesener, ein Mitglied in diesem Ausschuss des ÖTK. Damit der Klub keinen finanziellen Schaden erleidet, verpflichtete sich Herr Wesener die nicht veräußerten Gedenkthaler zu den Herstellungskosten anzukaufen. Die Medaille (Silber, Feingehalt 900/1000, Dm 33 mm) wurde vom k. k. Kammer-Medailleur Joseph Tautenhayn d. Ä. (*5.5.1837, †1.4.1911), entworfen und im k. k. Hauptmünzamt Wien hergestellt. Im Rechnungsbericht des ÖTK beliefen sich die Gesamtkosten für die 300 Stk. auf 876 Gulden und 22 Kreuzer. Durch den Verkauf von 286 Medaillen (206 Stk. für 1877 und 80 Stk. für 1878) wurden 858 Gulden (3 Gulden/Stk.) eingenommen. Zwei Exemplare erhielt der Protektor des Klubs, Erzherzog Carl Ludwig (*30.7.1833, †19.5.1896), als Geschenk überreicht.“
Mit anderen Worten: Es handelt sich bei der „Raxalpe“ nun gesichert nicht um eine Gedenkmünze, sondern um eine Medaille, die lediglich im Hauptmünzamt Wien auf Ronden hergestellt wurde, wie sie auch in der Prägung von offiziellen Gedenkmünzen zum Einsatz kamen.
Die historisch so spannende Geschichte dieser Prägung wird dadurch sogar noch spannender.
Der Organisator der Prägung: Franz Joseph Wesener
Interessant für die Geschichte des Münzhandels ist auch die Erwähnung von Franz Josef Wesener. Er ist in der Numismatik kein Unbekannter, wie wir dank Hadrian Rambach wissen: Wesener (1822–1893) hatte zunächst in Berlin einen Laden, ob er wirklich mit Tabak handelte, wie Hermann Dannenberg in seinen Berliner Memoiren schreibt, mag dahin gestellt bleiben. Jedenfalls war der in der Elisabethstraße 63 ansässige Münzhändler als Gutachter für Münzen und Medaillen im Auftrag des preußischen Hofs tätig. Er organisierte Auktionen wie die der Sammlung des Prinzen Pless. 1874 zog Wesener nach Wien, wo er im Auftrag der Brüder Egger Sammlungen für die Auktion katalogisierte. Von Wien zog er nach München, und zwar an den Promenadeplatz 6. Er veranstaltete mehrere Auktionen unter seinem eigenen Namen und verfügte über eine Dependance in Berlin am Hackeschen Markt 1. Im Oktober des Jahres 1893 starb er in Überlingen am Bodensee.
Wir dürfen davon ausgehen, dass Wesener instrumental war bei der Gestaltung und Durchführung der Gedenkprägung. So gibt uns die „Raxalpe“ einen intimen Einblick in das Geschehen hinter einer Medaillenprägung des 19. Jahrhunderts.
Medaillen sind mehr als ihr Motiv!
Dieses Beispiel illustriert, dass Medaillen weit mehr sind als das Ereignis, das darauf dargestellt ist. Sie waren ein Teil der Alltagskultur ihrer Epoche, genauso wie Gedenkmünzen heute nicht nur hübsche Objekte sind, sondern in unserem Wirtschaftsleben eine (wenn auch kleine) Rolle spielen.
Wir möchten uns herzlich bei Herrn Fischhuber dafür bedanken, dass er die Erkenntnisse des Österreichischen Touristenklubs mit uns geteilt hat.
Update vom 2. November 2026
Die Raxalpe brachte in der Künker-Auktion einen Zuschlag von 13.000 Euro. Außerdem veranlasste dieser Artikel den Archivar des Österreichischen Touristenklubs, uns einige Informationen aus dem Klubarchiv zugänglich zu machen. Wir wissen jetzt Genaueres zur Prägezahl und zum Hintergrund der Prägung dieses Gedenkthalers.



Elektron Stater, um 375–350 v. Chr.
Sammlung Baron Lorne Thyssen-Bornemisza.
Ein außergewöhnliches Exemplar.

Elektron Stater, um 360–340 v. Chr.
Sammlung Baron Lorne Thyssen-Bornemisza.
Das beste bekannte Exemplar.
Eine außergewöhnliche Münze.

Goldstater, um 196 v. Chr., Chalkis (?).
Sammlung Baron Lorne Thyssen-Bornemisza.
Die erste Münze, die einen Römer
zu seinen Lebzeiten darstellt.

Publius Servilius Casca Longus.
Aureus, 43–42 v. Chr.,
mobile Münzstätte in Nordgriechenland oder Kleinasien.
Sammlung Baron Lorne Thyssen-Bornemisza.
Eine der bedeutendsten Münzen der römischen Numismatik.

Aureus, 40–39 v. Chr., mobile Münzstätte in Kleinasien.
Sammlung Baron Lorne Thyssen-Bornemisza.
Von höchster Seltenheit,
nur fünf Exemplaren bekannt.

Cistophor, 27–26 v. Chr., Ephesos oder Pergamon.
Sammlung Baron Lorne Thyssen-Bornemisza.
Ein außergewöhnliches Exemplar
in perfektem Erhaltungszustand.

10 Dukaten 1633, Prag.
NGC MS65 (Top pop).

Silbermedaille, 1659, auf die Schlacht
von Nyborg im Jahr 1659, von J. Hercules.
Eine äußerst seltene zeitgenössische Prägung
dieser außergewöhnlichen Medaille.











