McLendon, Gordon (1921-1986)

Gordon McLendon war ein Radiopionier aus Texas, der in den 1950ern und 1960ern die „Top 40“ perfektionierte und Piratensender in Skandinavien und Großbritannien entwickelte. Der herausragende Student entschied sich für ein Studium an der Yale University, weil ihm sowohl Harvard als auch Princeton Stipendien angeboten hatten. Er wurde Herausgeber des Yale Literary Magazine, diente als Offizier der Naval Intelligence im Zweiten Weltkrieg. Ein Studium an der Harvard Law School brach er ab, um einen Anteil an einem Radiosender zu erwerben.

McLendon und sein Vater gründeten 1947 den Radiosender KLIF, den sie 1971 für eine Rekordsumme verkauften. Bis 1979 hatte die Familie ihr gesamtes Imperium, einschließlich 14 Radio- und 2 Fernsehsender, verkauft, woraufhin das Forbes Magazine den Nettoertrag im Jahr 1985 auf 200 Millionen Dollar schätzte. 1959 war McLendon an der Produktion von zwei B-Klasse Kult-Sci-Fi-Monsterfilmen beteiligt und zeitweise der größte Aktionär von Columbia Pictures. McLendon schrieb auch mehrere Bücher, darunter „Get Really Rich in the Coming Super Metals Boom“ (1981).

Sein Leben war vielseitig: Er heiratete zunächst die Tochter eines Gouverneurs von Louisiana (1943) und dann eine Schauspielerin (1973), war mit den Präsidenten Nixon und Hoover befreundet, aber auch Miteigentümer des Piratensenders Radio Nord, Vorstandsmitglied der Dallas Highland Park Methodist Church und des Dallas Symphony Orchestra.

Christie’s verkaufte seine Münzsammlung am 12. Juni 1993 in New York. Obwohl er in der Öffentlichkeit nicht sehr bekannt ist, war McLendon ein so bedeutender Sammler, dass Bruce McNall in einem Kapitel über Bunker Hunt anmerkte, dass „einige [Münzen] für einen anderen großen Kunden, Gordon McLendon, zurückgehalten wurden“.

Bibliographie:

  • Ronald Garay, Gordon McLendon. The Maverick of Radio, Wesport CT 1992; Bruce McNall, Fun while it lasted, New York 2003.
  • Hadrien Rambach, “Provenance glossary”, in Numismatica Ars Classica, Auction 91: the George W. La Borde collection of Roman aurei – part I, Zurich, 23 May 2016, pp. [67]-[79].
  • Hadrien Rambach, “Provenance glossary”, in Numismatica Ars Classica, Auction 99: the George W. La Borde collection of Roman aurei – part II, Zurich, 29 May 2017, pp. 47-63.
  • Hadrien Rambach, “Provenance glossary”, in Numismatica Ars Classica, Auction 105: the George W. La Borde collection of Roman aurei – part III, Zurich, 9 May 2018, pp. 82-105.

 

Dieser Artikel wurde zuerst in einem Katalog des Auktionshauses Numismatica Ars Classica veröffentlicht.