Verkaufspreis: 32.500 EURBraunschweig-Wolfenbüttel,
Heinrich Julius,
Löser zu 10 Talern 1609,
ss+
Braunschweig
Verkaufspreis: 31.000 EUROstindische Kompanie,
Victoria,
Mohur 1841,
10,72 g fein,
vz-st
Indien
Verkaufspreis: 14.900 EURGalba,
Aureus Juli 68 - Januar 69,
ss-vz/ss+
Römische Kaiserzeit
Verkaufspreis: 10.750 EURBraunschweig-Wolfenbüttel,
Friedrich Ulrich,
Löser zu 5 Reichstalern 1620,
ss-vz
Braunschweig
Verkaufspreis: 9.250 EURDeutsch-Ostafrika,
15 Rupien 1916,
Tabora,
vz-st, J. 728b
Nebengebiete
Verkaufspreis: 6.900 EURHerzogtum Württemberg (Kgr. ab 1806),
Karl Eugen,
Silbermedaille 1777,
vz-st
Württemberg
Verkaufspreis: 6.400 EURAlbertinische Linie,
Friedrich August I.,
Reichstaler 1707,
f.vz.
Sachsen
Verkaufspreis: 5.800 EURSilbermedaille o.J. (um 1625),
ss-vz
Fränkischer Kreis
Verkaufspreis: 4.800 EURStadt,
Reichstaler 1673,
geprägt unter Karl XI. von Schweden.
Mit Titel Leopold I.
ss+
Wismar
Verkaufspreis: 4.750 EURKurfürstentum Brandenburg,
Reichstaler 1675,
auf den Sieg von Fehrbellin,
ss-vz
Brandenburg-Preussen
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Hideo Futahashi (†2024)

von Ursula Kampmann

Erst jetzt wurde bekannt, dass Hideo Futahashi verstorben ist. Herr Futahashi war eine Schlüsselgestalt für Europäer, die auf dem japanischen Münzenmarkt Fuß fassen wollten. Er gehörte zu den weltoffenen Japanern und liebte es, europäischen Münzbegeisterten sein schönes Land näher zu bringen.

Inhalt

Hideo Futahashi l. zusammen mit Ursula Kampmann. Foto: MünzenWoche.

Hideo Futahashi l. zusammen mit Ursula Kampmann. Foto: MünzenWoche.

Wie schreibt man einen Nachruf auf einen Mann, der mehr über Numismatik sprach, als über sich selbst? Der seine Freude daran fand, europäischen Münzbegeisterten sein schönes Land näher zu bringen und Türen zu öffnen? Er und seine bezaubernde Frau waren großzügige Gastgeber, die nie müde wurden, Verbindungen zwischen japanischen und europäischen Numismatikern und Numismatikerinnen zu schaffen. Sein Tod ist ein schwerer Verlust für alle, die Japan und seine numismatische Welt lieben gelernt haben.

Ein Botschafter der japanischen Numismatik

Kennengelernt habe ich Herrn Hideo Futahashi auf der Mint Directors Conference in Wien 2012, die er zusammen mit seiner Frau besuchte. Er war hoch interessiert daran, ins Gespräch zu kommen, so interessiert, dass Sprachbarrieren aufhörten, eine Rolle zu spielen. Welche Rolle er in der japanischen Numismatik spielte, habe ich lange nicht verstanden, denn der begeisterte Münzfreund definierte seine Rolle selbst und passte in keine Schublade.

Herr Futahashi gab eine japanische Zeitschrift heraus, in der er den japanischen Sammlern internationale Neuerscheinungen vorstellte; er sammelte, publizierte und spielte eine große Rolle bei den verschiedenen Münzsammlervereinen seines Landes; er machte es sich zur Aufgabe, europäischen Händlern und Journalistinnen wie mir Kontakte zu lokalen Sammlern, Museumskuratoren und Händlern zu vermitteln.

Hideo Futahashi und seine Gattin im Kimono auf der linken Seite des Tisches. Auf der rechten Seite Didier Leluan von cgb und zwei weitere Gäste von Herrn Futahashi. Foto: UK.)

Hideo Futahashi und seine Gattin im Kimono auf der linken Seite des Tisches. Auf der rechten Seite Didier Leluan von cgb und zwei weitere Gäste von Herrn Futahashi. Foto: UK.)

Ein Botschafter der japanischen Kultur

Mein letztes Treffen mit Herrn Futahashi und seiner Frau fand im vergangenen April statt. Er hatte wie immer im Rahmen der TICC in Tokio zu einem Essen eingeladen, für das er die Gäste der kleinen Runde sorgfältig zusammengestellt hatte. Sein Ziel war es, Menschen, die einander kennen sollten, einander auch vorzustellen. Dafür wählte er ganz bewusst einen traditionellen japanischen Rahmen. Er war stolz auf seine Kultur und freute sich über Menschen, die seine Kultur zu schätzen wussten.

Er deutete nur an, dass er schwer krank (gewesen) sei. Aber jetzt gehe es ihm wieder besser, und wir machten große Pläne, welche Münzkabinette und numismatische Museen er mir bei meinem nächsten Besuch in Japan zeigen wolle.

Ein großer Verlust

Ich trauere tief um meinen japanischen Freund, den ich nicht gut genug kennenlernen durfte. Ich vermisse seine liebenswürdige Freundlichkeit, seine selbstverständliche Großzügigkeit und seine tolerante Weltoffenheit, mit der er mich, die Ausländerin, in seinem Land willkommen hieß.

In Japan glaubt man fest daran, dass Menschen auch nach ihrem Tod die Möglichkeit haben, ins Leben von Menschen einzugreifen, denen sie sich verbunden fühlten. Ich bin mir sicher, dass der Geist von Hideo Futahashi mich immer begleiten wird, wenn ich durch Japan reisen werde.

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