Die Münze Österreich und das Narzissenfest von Bad Aussee
Die Tracht ist ein existentieller Bestandteil der österreichischen Identität. Trachtenfeste sind es genauso. Wie passend, dass die Münze Österreich unter dem Motto „gschneizt und kampelt“ am Ausseer Narzissenfest teilnahm. Wir zeigen die schönsten Bilder.
von Ursula Kampmann
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Die weißen Narzissen des Ausseerlandes stehen im Mittelpunkt des Narzissenfests. Foto ©Gerd Kressl
Im Ausseerland wächst eine ganz besondere Narzisse wild. Die Stern-Narzisse (narcissus radiiflorus) bevorzugt Höhenlagen bis ungefähr 1.600 Meter. Wenn sie im Mai blüht, überzieht sie ganze Wiesen mit ihren charakteristischen weißen Sternen. Solche Narzissenwiesen gehören in den Alpen zu den besonders artenreichen Lebensräumen. Weil die Stern-Narzisse von zentraler Bedeutung für das Narzissenfest ist, widmet sich ihr im Ausseerland ein Verein, der die Narzissenwiesen schützt und dafür sorgt, dass es auch in hundert Jahren noch genug Stern-Narzissen gibt, um das Narzissenfest durchzuführen. Das Pflücken der Blumen ist nämlich kein Problem für den Erhalt der Art. Sie vermehren sich nicht nur über Samen, sondern vor allem über ihre Zwiebeln.

Das Pflücken der Narzissen direkt vor dem Figurenkorso ist Tradition. Foto ©Gerd Kressl
Das Ausseer Narzissenfest
Entstanden ist das Narzissenfest, um den Tourismus anzukurbeln. In den 1950er Jahren überlegte man im nahe gelegenen Wallfahrtsort Mariazell, ein Fest rund um die Narzisse mit Korso und Narzissenkönigin zu organisieren. Das war damals gerade modern. Weinfeste mit ihren Weinköniginnen boomten. Warum sollte das, was mit Wein funktionierte, nicht auch mit anderen lokalen Produkten möglich sein? Heute gibt es Raps- und Kastanienköniginnen, Muschel- und Heringsfeste.
Damals war die wirtschaftliche Situation schwierig, die Organisation eines solchen Events teuer, sein Ausgang ungewiss. Mariazell verzichtete auf die Durchführung. Bad Aussee griff die Idee auf und veranstaltete im Mai 1960 das erste Narzissenfest.
Heute lockt der Bootskorso, abwechselnd auf dem Grundlsee und dem Altausseer See durchgeführt, jedes Jahr Tausende von Besuchern an. Die meisten Bewohner des Ausseerlands sind daran beteiligt, wenn es darum geht, in stundenlanger Arbeit genug Narzissen zu sammeln, um die einprägsamen Figuren zu gestalten.

Der Münze Österreich Club hat die Narzissen für die Figur der Münze Österreich gepflückt. Foto ©Gerd Kressl
Der MünzeClub hilft beim Herstellen der Münze Österreich Figur
Dieses Jahr nahm die Münze Österreich teil am Narzissenfest im Ausseerland. Die Figur passte perfekt zur seit 2025 laufenden Serie „gschneizt & kampelt„. Wenn Sie mit diesem Dialektausdruck nichts anfangen können: Es handelt sich um einen umgangssprachlichen Begriff für ordentliche Kleidung. Wohl jedes österreichische Kind muss sich irgendwann fragen lassen, ob es sich „die Nase geputzt und die Haare gekämmt“ hat, bevor es das Haus verlässt.
Dem Narzissenfest war ein Gewinnspiel vorausgegangen, in dem die Münze Österreich unter den Mitgliedern ihres MünzeClubs die Teilnahme am Narzissenfest inklusive Unterkunft verloste. Die glücklichen Gewinner halfen zwischen dem 28. und dem 31. Mai mit, die prachtvollen Narzissenfiguren entstehen zu lassen. Sie unterstützten das Team beim Pflücken und beim Stecken der Narzissen.
Die Münze Österreich war mit einem Verkaufs- und Infostand vor Ort, um neue Interessenten für das Münzsammeln zu gewinnen. Die Aufmerksamkeit des Publikums war dem „gschneizten & kampelten“ Trachtenpaar der Münze Österreich auf jeden Fall sicher.
Auch wenn die Münze Österreich nicht unter den Gewinnern war, die Numismatik hat durch diese publikumswirksame Aktion auf jeden Fall gewonnen.
























