Warum zur MIF?
Andrea Pancheri fuhr nach Maastricht, um an der MIF teilzunehmen. Hier berichtet sie über ihre Eindrücke und die Reaktionen der Teilnehmer auf den ab 2027 geplanten, eigenen Münzbereich.
von Andrea Pancheri
Inhalt
Warum zur MIF? Das fragen sich wahrscheinlich viele von ihnen. Maastricht liegt ja nicht gerade verkehrsgünstig. Ich bin dieser Frage nachgegangen bzw. nachgefahren. Die Anreise aus Österreich ist wahrlich kein Vergnügen, und ich habe mir mehrmals gewünscht, dass die Maastricht International Money Fair 2026 (kurz MIF) doch bitte nächstes Mal in den Wintermonaten stattfindet, in denen ich anstandslos von Innsbruck aus fliegen könnte. Aber egal, die 12-stündige Anreise über München, Frankfurt bis nach Maastricht hat meine Vorfreude eher noch verstärkt und der blaue Himmel die Laune zusätzlich gehoben.

Blick auf die Altstadt und den MECC-Eingang der MIF. Foto: Andrea Pancheri
Die online angepriesene Pre-Show hat dann wieder mal gezeigt, dass der Lesende im Vorteil ist. Ich habe nicht so genau gelesen und gedacht, die MIF öffnet für Fachpublikum ein paar Tage früher. Tatsächlich ist es aber so, dass in einem kleineren Saal vor allem Händler aus Südamerika und Asien ihr Angebot präsentierten. Obwohl ich keinerlei Ahnung von Papiergeld und dessen Seltenheiten habe, machte jedoch ein Blick auf diverse Verkaufspreise klar, dass es sich bei der Pre-Show keineswegs um Händler handelt, die die Kosten der Hauptshow scheuen. Sie nutzen einfach die Möglichkeit nach der weiten Anreise (bspw. aus Argentinien oder Indonesien) über einen längeren Zeitraum ihre Waren zu präsentieren. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass die von mir erwartete Öffnung der Haupthalle am nächsten Tag (Freitag) für Fachpublikum vorgesehen war.

Pre-Show, Haupthalle, Impressionen. Foto: Andrea Pancheri
Der Freitag erwies sich dann als sehr aufschlussreich. Der Hauptgrund für meine Reise war es schließlich herauszufinden, ob und wie die Aussteller und Messebesucher auf die geplante Öffnung für Münzen, Medaillen usw. ab 2027 regieren. So unterschiedlich die Gesprächspartner (Frauen haben auf Händlerseite die Papiergeldwelt noch nicht so wirklich erobert), so unterschiedlich die Antworten. Neben einer vereinzelten negativen Stimme „…wenn da Münzen kommen, sind wir nicht mehr da.“ hörte man viel Positives, ja geradezu Euphorisches wie „…endlich, darauf warte ich schon lange.“ Die Mehrzahl der Teilnehmer freuen sich auf einen separaten Münzbereich in der Hoffnung, dass er mehr Besucher anziehen könnte, was den Verkauf der eigenen Ware ankurbeln dürfte. In die gleiche Kerbe schlugen meine Gesprächspartner beim vorabendlichen Get-Together. Bei dieser Gelegenheit wurde Pamela West – bekannt für ihre umfangreichen Publikationen zu englischen Banknoten – mit dem Preis der International Banknote Society ausgezeichnet.

Pam West bei der Ansprache nach der Award-Verleihung. Foto: Andrea Pancheri
Alles in allem kann ich sagen, dass es ein paar aufschlussreiche Tage, mit tollen Gesprächen, vielen neuen Gesichtern und Geschichten und herrlichem Wetter waren, die ich nicht missen möchte. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen und bin schon gespannt, wie die MIF mit Münzen usw. aussehen wird.
Zum Abschluss noch ein Kompliment: Die Organisatoren der MIF 2026 – allen voran Dimitri Waltmans und seine Töchter – haben eine hervorragende, persönlich gehaltene Veranstaltung über die Bühne gebracht, an der sich andere Messeveranstalter ein Beispiel nehmen können.
Friedrich III. der Weise 1486-1525.
Doppelter Goldgulden 1507 (1508), Nürnberg.
Übertragung der Generalstatthalterwürde und
die Würde des Reichsvikars.































