Goldmedaille, auf die Vermählung mit
Maria Louise von Österreich.
Vorzüglich.


Michael Feodorowitsch, 1613-1645.
4 Dukaten o. J., St. Petersburg. Novodel.
Äußerst selten.
Vorzüglich bis Stempelglanz.

Elisabeth I., 1741-1761.
10 Rubel 1757, St. Petersburg.
Sehr selten.
Fast vorzüglich.

Georg Friedrich "der Jüngere", 1692-1703.
Taler 1694, Schwabach.
Mit Randschrift.
Äußerst selten.
NGC AU55. Gutes vorzüglich.

Georg Wilhelm, 1712-1726.
Taler 1712, auf den Regierungsantritt.
Äußerst selten.
NGC MS64. Stempelglanz.

Bankportugalöser zu 10 Dukaten 1667.
Äußerst selten.
Vorzüglich.

Philipp Adolph von Ehrenberg, 1623-1631.
Goldgulden, 1626.
Äußerst selten.
NGC MS62. Stempelglanz.

Johann Philipp von Greiffenklau zu Vollraths, 1699-1719.
5 Dukaten 1702.
Äußerst selten.
NGC MS63. Prägefrisch.

Erfolgreiche Festnahme bei der CSNS Münzbörse
Manchmal ist das Leben besser als jeder Kriminalroman: Während einer Münzbörse ist es aufmerksamen Händlern gelungen, eine gestohlene Münze im Wert von mehr als 40.000$ zu identifizieren und ihre Anbieter festnehmen zu lassen.
von Ursula Kampmann
Inhalt
Es ist der 24. April 2026, als zwei Personen während der CSNS Münzbörse in Chicago an den Tisch von Münzhändler Tony Gryckiewicz von Cabbage Coins / Lancaster, Pennsylvania kommen. Sie zeigen ihm eine kostbare Münze, wie sie nur selten auf Münzbörsen offeriert wird.

Peru. 8 Escudos, geprägt 1709 in Lima. Aus der Schatzflotte von 1715. Versteigert bei Sedwick & Associates in Winter Park, Florida im November 2025 für 40.500$ inklusive Aufgeld. Selbstverständlich befand sich die Münze nicht mehr im Holder, als sie in Chicago angeboten wurde
Seltene Münze aus der Ladung der Schatzflotte von 1715
Es handelte sich um ein 1709 in Lima geprägtes achtfaches Escudo-Stück aus – wie sich später herausstellen sollte – der Sammlung McGregor. Die Münze lag in einem gesunkenen Schiff auf dem Meeresboden. Das Schiff war Teil der spanischen Schatzflotte, die ein Hurrikan am 31. Juli 1715 vor der Küste von Florida zum Sinken brachte. Im November 2025 versteigerten Sedwick & Associates diese Münze für 40.500$ inklusive Aufgeld.
Eine Gruppe von aufmerksamen Münzhändlern
Aber lassen wir den Helden der Geschichte, Tony Gryckiewicz, selbst zu Wort kommen: „Die zwei Verdächtigen offerierten mir die Münze für einen verdächtig niedrigen Preis. Es handelt sich um eine Münze für weit fortgeschrittene Sammler und so fragte ich sie, woher sie die denn hätten. Sie erzählten mir, dass sie die Münze unter den Besitztümern ihrer Großmutter gefunden hätten. Ich fand das sehr merkwürdig.“
Händler und Anbieter konnten sich nicht einigen, so gingen die zwei weiter, während Tony begann, Nachforschungen anzustellen. „Ich sprach mit einem Freund, David Huang, der im Vorstand der 1715 Fleet Society ist.“ Damit war der Freund natürlich genau der richtige Ansprechpartner. Er sagte Tony, wie selten das Stück ist. Der suchte weiter und fand ein aktuelles Auktionsergebnis in der Sedwick-Auktion – und zwar für genau das angebotene Stück! Dan Sedwick hatte ebenfalls einen Tisch bei der CNCS, und so informierte ihn Tony über das Angebot. Dan rief sofort den Käufer des Stücks an, nur um zu erfahren, dass die Münze schon seit einiger Zeit verschwunden sei.
Nun machten sich Tony Gryckiewicz und Noah Lehmann-Haupt von Rarity 7 / San Francisco auf die Suche nach den Anbietern. Tony erzählt: „Wir sahen die beiden Männer, und Noah kontaktierte sofort die Security. Ich sprach die Verkäufer an und fragte sie, ob sie zu einem Deal bereit seien. Sie waren einverstanden und folgten mir zu meinem Tisch.“
Nun wurde es so richtig spannend, denn der Diebstahl der Münze war noch gar nicht gemeldet, so dass die Polizei nichts unternehmen konnte. Tony Gryckiewicz musste die beiden also hinhalten, bis die Schaumburg Police telefonisch die Diebstahlsanzeige aufgenommen hatte. Erst nachdem dies geschehen war, kamen zwei Officer, befragten die Verdächtigen, nahmen sie fest und notierten die Zeugenausgabe von Tony Gryckiewicz.

Ein Verdächtiger wird festgenommen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Foto: CNCS
Meist sind es Händler, die Münzdiebstähle aufklären
Natürlich gilt die Unschuldsvermutung, aber diese Geschichte ist eigentlich typisch. In den meisten Fällen sind es aufmerksame Münzhändler, die dafür sorgen, dass eine gestohlene Münze ihrem Besitzer zurückgegeben wird. Falls die Diebe, wie es heute leider mehr und mehr üblich wird, die Münzen nicht einschmelzen, gibt es eine gute Chance, dass der Händler, dem die Münze angeboten wird, diese recherchieren und auf Widersprüche stoßen wird. Dank der verschiedenen Auktionsarchive ist das heute relativ einfach.
Wichtig ist, dass der Bestohlene dabei hilft. Der Eigentümer dieser seltenen Goldmünze hat äußerst leichtsinnig gehandelt, indem er den Diebstahl nicht sofort der Polizei meldete und es versäumte, die Verbände zu informieren.
Zwei entscheidende Schritte, wenn Ihnen Münzen gestohlen werden
Deshalb dokumentieren Sie die eigene Münzsammlung durch eine Fotokartei, in der die Vorder- und Rückseite von jedem Stück gut erkennbar abgebildet ist. Sollten Sie Opfer eines Diebstahls werden, wenden Sie sich sofort und ohne Zögern an die Polizei. Der nächste Schritt ist das Sekretariat der IAPN. Der Verband verfügt über ein Early Warning System und eine Datei von gestohlenen Münzen. Das Sekretariat informiert alle Mitglieder, die ihrerseits ihre nationalen Verbände verständigen.
Man muss es zugeben: Am effektivsten ist das System bei teuren Münzen, wie sie einem Händler eben nicht jeden Tag angeboten werden. Bei langen Listen von deutschen / österreichischen / schweizerischen Gedenkmünzen oder gar Bullion sind die Chancen sehr gering. Aber bei einer wirklich seltenen, auffälligen Münze ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, sie irgendwann zurückzubekommen – auch wenn dieses irgendwann sehr lange dauern kann.
Stadt Byzantion.
Stater (250 – 1. Jahrhundert v. Chr.).
Erhaltung: vz+


Matidia.
Denar (112 n. Chr.), Rom.
Erhaltung: sehr selten, ss/ss+

Julian II.
Apostata als Caesar.
Solidus (355-357 n. Chr.), Rom.
Erhaltung: Prägefrisch



















